Kategorie-Archiv: Zentralasien

Das Große Spiel: Kapitel 12 – Die größte Festung der Welt

Obwohl bisher das meiste der kaukasischen Region, einschließlich Georgien und Armenien, fest in der Hand von Zar Nikolaus war, und offiziell in das russische Reich integriert, leisteten die muslimischen Stämme in den nördlichen Bergen weiterhin heftigen Widerstand. Die beiden wichtigsten Bereiche, die immer noch der Eroberung harrten, waren Tscherkessien im Westen und Dagestan im Osten. Da sie nicht mehr im Krieg mit den Türken oder Persern lagen, widmeten die russischen Generale ihre ganze Energie der Unterwerfung der kriegerischen Einwohner dieser beiden Bollwerke. Es sollte wesentlich länger dauern als sie erwartet hatten, denn die lokalen Kommandeure zeigten eine brillante Begabung für Berg- und Waldtaktiken. Außerdem hatten sie einen unerwarteten Verbündeten.

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Vorwort – Das Neue Große Spiel

Anlässlich der Krise auf der Krim

Seit dieses Buch vor sechzehn1 Jahren geschrieben wurde, haben folgenschwere Ereignisse das Gebiet des Großen Spiels erschüttert, die die Tragweite meiner Erzählung wesentlich ergänzen. Plötzlich, nach so vielen Jahren fast kompletter Dunkelheit, steht Zentralasien wieder in den Schlagzeilen, die es im neunzehnten Jahrhundert häufig besetzte, in der Blüte des Großen Spiels zwischen den zaristischen Russland und dem viktorianischen England.

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Zu weiteren Auszügen aus „Das Große Spiel“

Titel-deutsch

DAS GROSSE SPIEL – Katastrophe

Die Nachricht von dem erschreckenden Schicksal, das Sir Alexander Burnes und seinen beiden Gefährten widerfahren war, ganz zu schweigen von dreißig Sepoy-Wachen und Dienern, sandte eine Welle des Grauens durch die britische Garnison. Zunächst ging das Gerücht um, Burnes sei es gelungen zu entkommen und er sei irgendwo untergetaucht, doch diese Hoffnungen wurden bald zunichte gemacht. Der Mob, der durch das Versagen der Briten zum Handeln ermutigt wurde, wütete inzwischen weiter, entzündete Häuser, plünderte Läden und metzelte jeden nieder, der der Kollaboration mit den Briten verdächtig war. Hier und dort konnte man durch den Tumult und die gellenden Flammen warnende Schreie „Sie kommen … Sie kommen“ hören, denn die Aufständischen rechneten mit schneller und gewaltsamer Vergeltung. Tatsächlich erfuhr man später, dass die Rädelsführer ihre Pferde bereits gesattelt hatten um schnell fliehen zu können. Aber in den Unterkünften schwankten und überlegten Macnaghten und Elphinstone weiterhin und verschwendeten noch mehr wertvolle Zeit. Und das trotz Berichten, das mehrere andere Offiziere, unter anderem Mohan Lal, sich immer noch in der Hoffnung in der Altstadt versteckten, der Rache des Mobs zu entkommen.

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Quelle: http://www.thorstenramin.net/Archiv/Links/DGS-Einleitung.html

(Inhaltsverzeichnis – Katastrophe)

 

Die Entfachung des Ostens

Neues Ãœbersetzungsprojekt: Setting the East Ablaze von Peter Hopkirk

Weitere Textproben folgen.

Prolog 

“Ein kalter Wind weht durch den Osten, und die ausgedörrten Weiden warten auf den Funken. Und der Wind weht gen indische Grenze … Mir liegen von überall Agentenberichte vor.” Das erzählt Sir Walter Bullivant, Chef der britischen Geheimdienste, Richard Hannay, dem Helden von Greenmantle, bevor er ihn fortschickt um den kommenden Großbrand aufzuhalten.

Doch die Wahrheit sollte sich, wieder einmal, unwahrscheinlicher als die Fiktion entpuppen. Binnen drei Jahren nachdem John Buchan dies 1916 geschrieben hatte, schworen die Missionare des Bolschewismus den Osten zu entfachen, mit Hilfe des berauschenden neuen Marxismus-Evangeliums als Fackel. Ihr Ziel war es, ganz Asien zu befreien. Doch ihr Ausgangspunkt war Indien, die reichste aller imperialen Besitzungen. Denn Großbritannien, damals noch die führende Imperialmacht, wurde von Lenin als größtes Hindernis für seinen Traum von der Weltrevolution betrachtet. „England,“ erklärte er 1920, „ist unser größter Feind. In Indien müssen wir es am stärksten treffen.“

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Gewinnen Taliban in Afghanistan und Pakistan die Oberhand?

BBC News, 06. Februar 2014

Von Ahmed Rashid.

Die Taliban sind den Regierungen von Afghanistan und Pakistan überlegen, behauptet Gastkolumnist Ahmed Rashid.

Die Anführer sowohl von Afghanistan wie auch von Pakistan haben sich auf den gefährlichen Weg eingelassen, Gesprächen mit den Taliban eine Chance zu geben, jedoch haben sie die politische Initiative den Kämpfern überlassen und riskieren die Integrität des Staates, indem sie Gespräche zwischen den Institutionen ablehnen.

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