Kategorie-Archiv: Notizen aus einem kleinen Land

Kolumnen aus der Heimat der Alemannen

MPI

Fragen Sie sich auch manchmal, wo ihre linken Socken bleiben, ob g, also die Erdanziehungskraft, immer zu konstanten Fallgeschwindigkeiten führt, wieso einem schwindelig wird, wenn man in die Tiefe schaut, in die Höhe jedoch nicht? Dazu gibt es eine ganze Liste von Grundsatzfragen:

Gibt es irgendwann nur noch Oxide?

Warum ist es nachts dunkel?

Wie entwickeln sich Rechts- und Linkshändigkeit?

Hat Galileo die Sonnenflecken entdeckt?

Was ist die tiefste Temperatur, die möglich ist?

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Brasilien 2014 – WM der Agonie

Hoeneß sitzt im Bau, Beckenbauer ist verschnupft wegen Korruptionsverdacht in Katar(rh), Özil fehlt der Motor, Lahm lahm, Neuer in alter Form (sic!), Schweinsteiger sitzt (nein, nicht mit Hoeneß, sondern auf der Bank), Khedira ausgeleiert, Klose 36 und Reus auf den Spuren von Ballack. Vielleicht fehlt unserem Team und der ganzen Entourage nicht nur Glück und Gesundheit, sondern einfach der Reschpekt?

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Der Hammer aus Münster

Ein Plädoyer

Tatort, das ist eine nicht weg denkbare Größe des deutschen Fernsehens. Und während das In-die Glotze-Stieren immer weniger Leute vor dem Computer weglockt, schauen immer mehr Leute den Tatort, respektive den aus Münster. Während der letzte besagte Krimi aus der Kuhjungenmetropole mit kath. die Gangart indes anzog, blinkt der Humor bei dem Neuesten1 bereits aus dem Vorspann, der ist nämlich erstens mit Comic Sans gesetzt, und dann kündigt er auch noch den ehemaligen Bananas-Moderator und Witzbold, sowie Schlagersänger (Oh Susi/der zensierte Song2) Frank Zander an. Dem erfahrenen Sonntagabendkrimizuschauer (SAK) rinnt ein Schauder den Rücken herunter. Ihm tritt unwillkürlich die Erinnerung an Roman König (Roland Kaiser) ins Zerebrum. Bald wird er aber durch den raschen Tod des Bananenclowns erlöst. Der anschließende Plot erweist sich als geradezu absurd witzig und damit überlassen wir die Folge meiner Geburtsstadt, Monasterium tut eine Brise Humor durchaus gut.

Bielefeld-Tatort

Die Grundfrage, die in dieser Kolumne zwar nicht beantwortet, aber dennoch erläutert werden soll, ist die: Warum hat Bielefeld eigentlich keinen Tatort? Vieles würde dafür sprechen.

Die Kriminalitätsquote sinkt hier zwar, dafür ist die Aufklärungsquote im Anstieg begriffen. Am Ende aufgeklärte Tatorte wären darum sehr glaubwürdig. Die Computerkriminalität nimmt derweil zu, das ist thematisch interessant für jede Kriminalgeschichte.

Bielefeld hat eine Bürgerwehr, die Bürgerwehr für Bielfeld (oder so). So eine germanische John-Birch-Society würde dem Tatort den Muff nehmen und ihn richtig trendy aussehen lassen. In diesem Zusammenhang muss dann noch einmal der Vorspann thematisiert werden. Steht der eigentlich unter Denkmal- oder Naturschutz oder sowas?

Bielefeld hat einen Haufen Sehenswürdigkeiten, die sich für galante und (fast) perfekte Morde eignen. Erst im letzten Jahr ist wieder jemand von der Sparrenburg gehopst. Man könnte mit einem Tatort dem Toten beispielsweise Referenz erweisen, indem man seinen Namen chiffriert. Angenommen er hieß Klaus Wurlitzer, würde man ihm in der Krimifolge den Namen Kurt Klausewitz verpassen.

Im Ravensberger Park wird mit sämtlichen Drogen gehandelt, die es südlich des Nordpols gibt (habe Ich gehört). Ich sehe Spitzen-Sterbeszenen.

Im Kletterpark könnte man vom Baum fallen, nachdem die Kletterseile angeritzt wurden, im Tierpark vom Bären verspeist, am Bahnhof vom Zug und auf der Autobahn (um die Ecke) vom LKW überfahren werden. Jemand könnte dich von der Brücke auf dem Ostwestfalendamm oder von der Polizeiwache am Kesselbrink stoßen. Klassischer (Selbst-)Mordversuch in Bielefeld: Patthorstervergiftung.

Ansonsten wird in Bielefeld gern geschossen, gestochen oder sonst wie das Leben entfernt. Darum ist hier auch so tote Hose, wie man in Westfalen sagt.

Aber, Bielefeld ist multiethnisch und hat ein riesiges Asylantenauffanglager, Klischees und Vorurteile könnten im Bielefelder Tatort wunderbar kanalisiert, sublimiert und kommerzialisiert werden.

Dortmund hat den Dortmund-Ems-Kanal, Hamburg die Alster und die Elbe, Bremen die Weser, Hannover den Masch-, Münster den Aasee. Köln den Rhein, München die Isar, Berlin den Don. Nur Bielefeld kennt keine Gewässer, das Wasser kommt aus unterirdischer Quelle und wird von den Stadtwerken mit Detmold geteilt, darum ist es so hart, so hart wie ein Tatort aus Bielefeld sein könnte. Und glauben Sie mir, ein so hartes Wasser wie in Bielefeld findet man selten!

Bielefeld ist nicht so hässlich wie Hannover, wo nahezu jeder Tatort ins Emsland ausgelagert wird, weil Frau Lindholm sonst in jeder Folge noch mehr nach Migräne aussehen täte, als sie es soundso schon tut.

Bielefeld baut seit etwa 1000 Jahren an einer Autobahn nach Osnabrück. So sinnlos das erscheinen mag, zuletzt haute man sich wegen Froschwanderwegen die Köppe ein, die weiterhin im Bau befindlichen Trasse, ein wunderbares Leichendepot.

Bielefeld gibt es nicht, wo sonst sollte der Tatort seine Science Fiction-Ausflüge besser ausleben können?

Noch mehr Gründe? Denken Sie an Dr. Oetker, Bertelsmann (im Bielefelder Vorort Gütersloh), die Universität Bielefeld, und vieles mehr.

Und sollte Bielefeld keinen Tatort bekommen, dann kann uns der WDR den Buckel herunterrutschen und wir gründen die Bielefelder Tutart, eine Jazzcombo mit mindestens 13 Bläsern. Erstes Lied, Klaus Doldingers Krimithema in Kletzmerversion.

Thorsten Ramin, Bielefeld

 

 

 

 

Sielhorst & Saalfrank

Vor Kurzem feierte eine Freundin von mir ihren Geburtstag. Sie wohnt in Sielhorst, in NRW. Diese Freundin studiert bald Sozialpädagogik. Und damit sind wir schon fast thematisch am Ziel, aber nicht ganz. Denn neben Geburtstag und Studium hat diese Freundin, nennen wir sie Gundula, auch noch drei Kinder.

Bald wird Gundula Kontakt aufnehmen mit der Welt der Pädagogen, in Praktika und face-to-face-Situationen, als Problemlöserin für Jugendliche, Arbeitslose, Häftlinge …

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Tebartz und Uli

Van Elst hat den Hoeneß-Bonus nicht bekommen, Urbi et Orbi. Der Bischof von Limburg ist zwar auf Päpstlichen Erlass ent-lassen, aber auf die Idee, er sei jemals ein Diener Gotttes gewesen, etenim des Volkes, kommt niemand, ne tu quidem. Quoquo modo se res habet, der Servus sei culpam. Wer nicht, cast the first stone. In Zeiten des All-Wahnsinns darf der Büttel Coelestins nicht fehlen. 

Schundlieder und Schindluder

Der Film „Bulb Fiction1“ beginnt mit der Erläuterung durch Britanniens besten Staatschef aller Zeiten (SZ2), dass bis 2011 die herkömmliche Glühbirne durch die Energiesparlampe ersetzt werden soll. Der Schritt hin zu mehr ökologischem Bewusstsein wird durch Nachrichtenmeldungen, NGO-Vertreter und mehr illustriert.

Szenenwechsel:

„Im Sommer des Jahres 1953 nehmen in dem kleinen Fischerort Minamata im Süden Japans ungewöhnliche Ereignisse ihren Lauf. Zunächst spricht man von den tanzenden Katzen.

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Die Liebe in den Zeiten des Internets

Der renommierte britische Autor Hanif Kureishi verleiht seine Stimme in seinem Blog, der von Arturo Augustus geschrieben wird, und der schreibt, dass etwa eins von zehn Online-Profilen auf Rendezvous- oder (neuenglisch) Dating-Seiten gefälscht ist. Wie erkenne Ich, ob das Profil mit dem brünftigen Männchen oder der geilen Schnitte gefälscht ist? Dafür hat Augustus einige Tipps parat. Einer davon sagt, traue niemals FB.

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Kladderadatsch

Für Deutsche gibt es, wenn es um den besten Schauspieler der Welt geht, nur eine Antwort: Kim Bodnia. Und für die beste Schauspielerin gilt dasselbe: Emily Watson.

Der schlechteste Mime aller Zeiten: Daniel Brühl. Das weibliche Pendant: Katja Riemann.

Hat zumindest meine persönliche kleine Umfrage in Bielefeld ergeben. 

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