Kategorie-Archiv: Noam Chomsky

Er gilt als der wichtigste Intellektuelle der englischsprachigen Welt. Neben seinen Forschungen zur Linguistik ist Chomsky seit den 1960-er Jahren der scharfzüngigste Kritiker der amerikanischen Außenpolitik.
„Wenn man Obama vor einen Internationalen Gerichtshof stellen würde, dann sollte man ihn dafür anklagen, dass er eine der extremsten Terroristen-Kampagnen der Welt organisiert hat.“ Al Kaida sei schlimm, aber dieser Staatsterror sei noch schlimmer. Noam Chomsky wirft Obama und der Vorgängerregierung unter George W. Bush vor, die Grundsätze der Magna Carta außer Kraft gesetzt zu haben – allen voran den Grundsatz der Unschuldsvermutung gegenüber jedem Menschen. Bush und Obama hätten jedoch Verdächtige töten lassen – unter ihnen Osama bin Laden – denen nach dem Geist der Magna Carta erst einmal ein Gerichtsverfahren zugestanden hätte. Sie hielten Menschen in Guantanamo ohne Gerichtsverfahren fest. „Das alles verletzt Prinzipien, die seit 800 Jahren gelten.“
(Cornelius Janzen, 3Sat Kulturzeit)

Noam Chomsky: „Kein Individuum ändert etwas allein! 22.03.2013“
Nicht der radikale Islam gibt den USA zu denken — es ist die Unabhängigkeit
Krieg, Frieden und Obamas Nobelpreis
Die Aufrüstung Südamerikas
Noam Chomsky über Osama Bin Laden & WTC
Die Kairo-Madison-Connection
Das Erbe von 1989 in zwei Hemisphären

Wie Noam Chomsky diskutiert wird 5.12.2013

Je mehr jemand von politischen Lehrmeinungen abweicht, desto mehr konzentrieren sich Angriffe auf Persönlichkeit, Stil und Charakter

Glenn Greenwald

The Guardian, 23. März 2013

Eine sehr verbreitete Taktik um politische Lehrmeinungen durchzusetzen, besteht in der Verunglimpfung des Charakters, des „Stils“ und sogar des geistigen Zustandes derjenigen, die sie in Frage stellen. Die extremste Version davon war eine alte sowjetische Vorliebe: politische Dissidenten für geistig krank zu erklären und sie in Anstalten zu stecken. In den USA werden diejenigen, die auch nur den kleinsten Schritt neben der politischen Spur laufen, im Handumdrehen für „bekloppt“ erklärt, wie es 2002 mit der Anti-Kriegs-Darstellung von Howard Dean geschah, und der aktuellen Wiederholung von Ron Paul (in den meisten Fällen ist das eigentlich „verrückte“ die politische Lehrmeinung, diese Taktik scheint scheint vor Infragestellung zu schützen).

Mehr …

Die Welt entamerikanisieren

Noam Chomsky

Truthout 5. November 2013

Während des letzten Kapitels der amerikanischen Farce, die eine erstaunte Welt irritiert hat, schrieb ein chinesischer Kommentator, dass wenn die Vereinigten Staaten kein zuverlässiges Mitglied der Weltgemeinschaft sein können, die Welt wohl entamerikanisiert werden muss – und sich von dem Schurkenstaat distanzieren muss, der die herrschende Militärmacht ist, aber an Glaubwürdigkeit auf anderen Feldern verliert.

Dem Debakel Washingtons folgte umgehend der starke Ruck nach rechts innerhalb der politischen Klasse. In der Vergangenheit wurden die USA gelegentlich zynisch – aber nicht unpassend – als Ein-Parteien-Staat beschrieben: der Geschäfts-Partei, bestehend aus zwei Fraktionen, die Demokraten und Republikaner heißen. 

Mehr…