Kategorie-Archiv: Kritik

Mary Broadcast im Extra/Bielefeld 28.08.2014

Mary Broadcast könnte Kurse von Hanif Kureishi besucht haben, denn sie erzählt im Extra mit jedem Lied eine Geschichte. „Ich stand einmal in K. auf der Bühne und habe mich in einen Zuhörer verliebt“ sagt sie und singt „I see my live burst“. And we saw you. Die Wienerin heute solo, hier mit Band: 
Mary Broadcast Band – Favoritner Kultursommer 2013

Wahlergebnisse iec Afghanistan 2014

Veröffenlicht am Dienstag, 8. April 2014 10:57
Jegliche Wahlergebnisse, die von nicht-offiziellen Seiten wie Facebook oder Nachrichtenagenturen gemeldet werden, sind unzulässig und falsch.
Bisher liegen im Hauptquartier der Unabhängigen Wahlkommission von Afghanistan keine Prozentzahlen vor, das Auszählen hat heute begonnen und wird einige Zeit brauchen, um auch nur eine kleinen Prozentsatz der Wahlergebnisse zu veröffentlichen.

Quelle: http://www.iec.org.af

Karl Marx: Ein Leben im 19. Jahrhundert von Jonathan Sperber – Kritik –

Diese Biografie von Jonathan Sperber bettet Marx brillant in seine Zeit ein

Von Tristram Hunt

The Guardian, Mittwoch 26. Juni 2013

„Große Leidenschaften, die aufgrund ihrer Nähe zum Objekt die Form kleiner Angewohnheiten annehmen, wachsen und erreichen ihre natürliches Ausmaß einmal mehr durch die magische Wirkung der Distanz.“ schrieb Karl Marx 1856 an seine Gattin Jenny, als sie von London nach Trier reiste. „Meine Liebe zu dir erscheint, sobald du fern bist, wie ein Gigant … die Liebe, nicht die von Feuerbachs menschlichem Wesen, nicht die von Moleschotts Metabolismus, nicht die des Proletariats, sondern die der Geliebten, nämlich dir, macht einmal mehr den Mann aus.“


Karl Marx: Ein Leben im Neunzehnten Jahrhundert von Jonathan Sperber

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Das Buch J

(New York Times Review)
Gott spricht durch seine Frauen
von FRANK KERMODE

September 23, 1990


Wer ist dieser J, den Harold Bloom in „Das Buch J“ als einen der größten Autoren überhaupt beschreibt? Bisher bestand J aus nicht mehr als einem Flickwerk aus Abschnitten, von dem unbekannten Autor, oder den Autoren, der ersten fünf Bücher der Bibel. Bibelstudien haben nach langer und sorgfältiger Arbeit, und mit fortgesetzten Meinungsverschiedenheiten ergeben, dass diese Bücher eine Aufbereitung von zumindest vier separaten Schriftstücken sind (einige sagen mehr). Einem davon, das gewöhnlich als das älteste betrachtet wird, wurde der Name J gegeben, denn es bezieht sich auf Gott mit dem Namen Jahweh oder Yahweh. Ein anderes kennt man unter E, weil es Gott mit dem Plural Elohim benennt, ein Wort, das J nur für Engel gebraucht. Später folgen P, ein priesterlicher Mitwirkender, und D, der einen großen Teil des Deuteronomiums beitrug. Schließlich war da R, wie Redakteur, der, nach der Rückkehr aus dem babylonischen Exil, alle Bücher etwa in der gegenwärtigen Form vereinte.
Niemand weiß, wer J war, wie man den Autor von J kurz nennt, und viele glauben es gab mehrere Jota; doch Bloom, während er zustimmt, dass all diese verschiedenen Autoren beteiligt waren, ist ziemlich sicher, daß es nur einen J gab, den er für einen Autor hält, der vor 3000 Jahren in Jerusalem lebte, während der maßlosen Herrschaft Rehabeams. Diese Gestalt betete den halbgöttlichen David an und nahm am Leben des kulturell blühenden Hofes Salomos teil, zusammen mit einem anderen großem Autor, dem Verfasser von Samuel II, der vermutlich ein enger Freund war.

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12 years a slave – Kritik

12 years a slave

(12 Jahre Sklave)
– Kritik –

Inhalt:

Zunächst basiert der Film auf einer wahren Geschichte, oder, wie ein bemerkenswerter Kollege bemerkt, auf 2. Millionen wahren Geschichten. Denn so viele Sklaven gibt es nachweislich heute noch, wenn man die Menschenmärkte im Sudan, in Asien und anderswo subsumiert.

Solomon Northup, ein freier Afroamerikaner in New York, in der Mitte des Neunzehnten Jahrhunderts, wird von zwei Reisenden Schaustellern vorgeblich für den Zirkus als Geigenspieler eingestellt. Einer der beiden stellt sich als Taschenspieler vor. Die Dollar fließen, und Solomon, fern von Argwohn, findet sich nach durchzechtem Abend in Gefangenschaft wieder. Man hat ihm ein Betäubungsmittel in den Wein getan, und so wird er schnell in den Süden der Saaten verbracht, wo die Wirtschaft noch auf dem Rücken der Sklaverei floriert.

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Indien hat gerade seine erste Waffe für Frauen hergestellt. Ist das eine Lösung oder ein Problem?

Indien scheint es den USA nachzumachen, indem es Waffen für Frauen produziert und vermarktet, das wird Frauen aber kaum sicherer machen.


Kaavya Asoka

pinkgun

Der Revolver Pink Lady von Charter Arms.

„Nirbheek“ ist klein, leicht und passt gerade so „in eine Frauentasche.“ Benannt nach dem 23-jährigen Opfer des viel beachteten Falls von Gruppenvergewaltigung in Delhi im Dezember 2012, wird der 500g Ultraleichtrevolver vom Kaliber 32. vom staatlichen Indischen Erlass-Betrieb hergestellt und als letzte Lösung für das verbreitete Problem sexueller Gewalt und Notzucht auf dem Subkontinent vermarktet.

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WAS WIR AFGHANISTAN ANGETAN HABEN

Zahllose Tote, Armut, Korruption – und der Aufstieg der Taliban

von PATRICK COCKBURN
Foreign Commentator of the Year (Editorial Intelligence Comment Awards 2013)

COUNTERPUNCH, 13. JANUAR 2014

Vor ein paar Jahren hörte Ich einem Sprecher einer afghanischen Regierungsorganisation zu, der mir einen ausführlichen, optimistischen und nicht sehr überzeugenden Vortrag über die Errungenschaften der Institution hielt, für die er arbeitete. Um die Eintönigkeit aufzulockern, und ohne große Erwartungen eine interessante Antwort zu bekommen, fragte Ich ihn – garantiert ohne ihm etwas zu wollen – welche Leistungen die afghanische Regierung ihrem Volk gebracht habe. Ohne zu zögern antwortete der Sprecher, dass diese Leistungen wahrscheinlich sehr begrenzt seien, „so lange unser Land von Gangstern und Kriegsherrn angeführt wird.“

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