Kategorie-Archiv: Kritik

Die urst betäubten Nazis

Antony Bevoor

AUSGABE 9.März 2017

Blitzed: Drugs in the Third Reich

von Norman Ohler, aus dem Deutschen übersetzt von Shaun Whiteside

Houghton Mifflin Harcourt, 292 S., $28.00

Norman Ohler, ein deutscher Autor und Filmemacher, wurde neugierig, als ein DJ in Berlin ihm erzählte, dass das Dritte Reich vor Drogen troff und nahelegte, dass jemand einen Film darüber machen sollte. Ohler begann sich in das Thema zu vertiefen, wollte erst einen Roman schreiben, entschied dann aber, es nicht fiktiv zu behandeln, auch wenn ihm die Übung im Historischen fehlte. Nachdem seine Forschungen in deutschen und amerikanischen Archiven Fortschritte gemacht hatten, wandte Ohler sich an einen der führenden deutschen Historiker der Nazizeit, den alten Hans Mommsen. Mommsen war von seinen Befunden begeistert und wurde sein inoffizieller Mentor.

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Elsevier — meine Rolle bei seinem Untergang

von William Timothy Gowers

Der holländische Verlag Elsevier veröffentlicht viele der bekanntesten mathematischen Zeitschrifte der Welt, u.a. Advances in Mathematics, Comptes Rendus, Discrete Mathematics, The European Zeitschrift of Combinatorics, Historia Mathematica, Zeitschrift of Algebra, Zeitschrift of Approximation Theory, Zeitschrift of Combinatorics Series A, Zeitschrift of Functional Analysis, Zeitschrift of Geometry and Physics, Zeitschrift of Mathematical Analysis and Applications, Zeitschrift of Number Theory, Topology, and Topology and its Applications. Schon seit vielen Jahren steht er für seine Geschäftspraktiken in der Kritik. Lassen Sie mich die Kritikpunkte kurz zusammenfassen.

Lassen Sie William Timothy Gowers kurz erläutern …

Chasing the Scream: Die ersten und letzten Tage des Krieges gegen die Drogen

Es sind nun 100 Jahre vergangen, seit Drogen erstmals verboten wurden. In der Dämmerung dieses Jahrhunderts begab sich der Journalist Johann Hari auf eine erzählerische, drei-jährige, 30 000 Meilen lange Reise durch den Drogenkrieg, um seine Geheimnisse zu entblößen – und er findet eine erstaunliche Kluft zwischen dem, was uns erzählt wurde, und dem was wirklich geschah. So befremdend es uns auch vorkommen mag, Drogen sind nicht das, was man uns lehrte; Sucht ist nicht das, was wir denken; und der Drogenkrieg hat ganz unterschiedliche Beweggründe zu denen, die wir auf unseren Fernsehschirmen sahen. 

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Fr 14. Nov |Bunker Ulmenwall |Bielefeld |Hildegard Lernt Fliegen

HLF bekennen sich musikalisch zum Jazz, zumindest methodisch, aber das sei „inhaltlich „irrelevant“, mit rollendem ‚R‘, denn die Band stammt aus Bern in der Schweiz.

Wie irrelevant, das beweist Sänger und Stimmwunder Andreas Schwerer mit Gesangseinlagen, deren Tonlagen sich jenseits vom Singbaren, oral und nasal Produzierbaren und fern jeder würdigen Beschreibung bewegen. Wilde Stakkatos purzelten durch den Bunker, Was die Musiker aus ihren Instrumenten holten, spottet jeder Kategorisierung. Vokalmusik mit Schreibmaschine, schleppende, treibende oder dösende Passagen seitens der Bläser und dem Kontrabass und ein „Pophit“, den Frank Zappa nicht von der Klokante geschubst hätte, stießen gestern Abend in Bielefeld auf ein dankbares Publikum. Aber was soll man erwarten, wenn Musik sich derart burlesk neu erfindet?

HLF spielen am 09.01.2015 im Porgy & Bess in Wien. Hinfahren lohnt sich.

Hildegard Lernt Fliegen: Musikalischer Ausnahmezustand.

 

Andreas Schaerer: Gesang, Human Beatbox

Christoph Steiner: Schlagzeug, Marimba, Schreibmaschine
Matthias Wenger: Tenor/Sopransaxofon
Marco Müller: Kontrabass
Andreas Tschopp: Posaune
Benedikt Reising: Bariton/Altsaxophon, Bassklarinette

Anglizismus des Jahres 2014

 

Vorschlag: scoop

Quelle:

ZDF-Interview mit Luke Harding auf der Frankfurter Buchmesse 2013

Begründung:

Scoop, „Knüller“, lautete die Umschreibung des ZDF-Moderatoren auf das, was Luke Harding und David Leigh vom Guardian im Buch WIKILEAKS (ersch. bei editionWELTKIOSK Nov. 2013) vorlegen.

Mit Selbigem benennt man die Snowden-Story, die Laura Poitras gerade mit „Citizenfour“ verfilmt hat, und die in Kooperation mit Glenn Greenwald in einem Hongkonger Hotel eingeleitet wurde, als Snowden sich gerade aus den USA abgesetzt hatte, und anschl. nach Moskau verschwand.

Der Begriff ist aber ebenso passend für Berichte über Schweizer Steuer-CDs, Einsichten in das Steuerparadies Luxembourg oder Erklärungen, man sei derjenige, der Osama bin Laden getötet habe. Man sieht, die Varianz des Begriffs wächst.

Eingereicht bei: http://www.anglizismusdesjahres.de

Thorsten Ramin

Nachtrag 20.02.2015: Der Anglizismus des Jahres 2014 ist Blackfacing. 

Die offizielle Pressemitteilung finden Sie hier.

 

Ãœber die Beseitigung aller politischen Parteien

Simone Weil, eine neue Übersetzung aus dem Französischen mit einer Einführung von Simon Leys, und einem biographischen Essay von Czeslaw Milosz

Ein NYRB Klassik Original

Simone Weil—Philosophin, Aktivistin, Mystikerin—ist eine der kompromisslosesten modernen spirituellen Meister. In „Über die Beseitigung aller politischen Parteien“ stellt sie die Gründung der modernen liberalen politischen Ordnung in Frage, mit einem Argument, dass heute auf besondere Resonanz stößt, da Phlegma und Groll der Menschen und die selbst-bedienende Vetternwirtschaft der politischen Klasse eine Bedrohung für Demokratien auf der ganzen Welt darstellen.

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16.09.2014 – R@minBlog wird 1 Jahr alt


Dieser Blog besteht nun nahezu 1 Jahr. Um die Entwicklung der Arabischen Revolution erfassbar zu machen, hier der Hinweis auf das Ahmed-Rashid-Archiv (seit Jan. 2012) und der Textsammlung unter Zentralasien.


Unter Ãœbersetzungen befinden sich Texte wie Auszüge aus Peter Hopkirks „DAS GROSSE SPIEL“ und Einzelübersetzungen von Flann O’Brien über Dylan Thomas bis Stephen Fry. Neu ist das Format von „Mich, mein Selbst und Ich“ und „Im Herzen des geheimnisvollen Oman, weil diese LONGREADSaus Fortsetzungen bestehen.


Jason K.Stearns hat mit „Dancing in the Glory of Monsters“ die Chronik des Krieges in und um den Kongo geschrieben. Er setzt die Dokumentation auf seinem Blog fort (siehe Menü – Jason K. Stearns).
Der New Yorker Journalist Anand Gopal übernimmt diese Aufgabe für den Krieg in Afghanistan mit seinem Buch „NO GOOD MEN AMONG THE LIVING“. Auszüge bald auf diesem Blog.