Kategorie-Archiv: Ahmed Rashid

Ahmed Rashid ist „Pakistans bester und mutigster Reporter“ (Christopher Hitchens). Seine einmaligen Kenntnisse der riesigen und komplexen Region ermöglichen ihm einen umfassenden Einblick und eine Subtilität, die kein westlicher Autor nachahmen kann.

Sein Buch Taliban führte amerikanischen Lesern zum ersten Mal das brutale Regime vor, das Afghanistan an sich gerissen hat und die Terroristengruppe beheimatet, die verantwortlich für die Angriffe vo 9/11 ist. Jetzt begutachtet Rashid die Region und die Schalthebel der Macht in Washington und Europa, um abzuschätzen, wie der versprochene Staatenaufbau in diesen Ländern sich entwickelt hat. Sein Fazit ist verheerend: Ein fragiles und nuklear bewaffnetes Pakistan, eine erstarkte Al Qaida, die vom Opiumhandel profitiert, und ein Wiederaufleben und Machtübernahme der Taliban. Während der Irak weiterhin das Hauptinteresse der amerikanischen Medien und des Militärs auf sich zieht, argumentiert Rashid, dass es Pakistan und Afghanistan sind, wo der Konflikt am Ende ausgetragen wird, und dass diese gescheiterten Staaten eine größere Bedrohung für die globale Sicherheit darstellen als der Mittlere Osten.
Ahmed Rashid schreibt für The Daily Telegraph, London, den International Herald Tribune, die New York Review of Books, BBC Online, The Nation, Lahore, und andere akademische Zeitschriften für Außenpolitik. Er tritt regelmäßig im Radio und Fernsehen, auf CNN und BBC auf.

Belutschistan: Die verschwiegene Geschichte von Pakistans anderem Krieg
Pakistan: Auswirkungen des Ausbluten Afghanistans
CHATHAM HOUSE independent thinking of international affaires 15.01.2014: Auswirkungen des Ausbluten Afghanistans
LAHORE LITERATUR FESTIVAL
Gewinnen Taliban in Afghanistan und Pakistan die Oberhand?
Sharifs verfehlte Chance mit den Taliban Ernst zu machen
Das Chaos hat Pakistan im Griff
Zentralasiatische Staaten müssen zusammenhalten um die Verbreitung des Dschihadismus aufzuhalten
Afghanistan muss sich um mehr sorgen als US-Basen
Andere Länder, andere Gestade
Afghanistan Stunde Null 9.12.2013
Sonderbare Sackgasse – Arabien und Israel sehen Iran als Bedrohung 24.11.2013
Die Pakistaner werden es bereuen, dass sie Malala verdrängt haben 18.11.2013
Ahmed Rashid spricht am FC College in Lahore über Afghanistan 06.10.2013
Der Ausbruch von Polio in Syrien stellt die zivilisierte Welt an den Pranger 05.11.2013
Vorsicht vor Pakistans kleinen Atomwaffen 23.10.2013
Zentralasiens Bedenken um den Abzug der USA aus Afghanistan 09.10.2013
Pakistan braucht eine eindeutige Darstellung um dem Terrorismus zu begegnen 03.10.2013
Wie es für Nawaz Sharif schief lief 30.09.2013
Arabische Herrscher müssen sich gegen das Sektieretum wehren 30.09.2013
Was und warum man von Zentralasien wissen sollte 15.08.2013
Warum die Sektiererei die muslimischen Gesellschaften auseinanderreißt 01.09.2013
IQ2-Debatte: Das Drohnenprogramm der USA läuft fatal aus dem Ruder 10.09.2013
Sharif sieht Pakistans Rettung vor dem Kollaps ins Auge 23.07.2013
Können die Gespräche mit den Taliban
nach der „Katastrophe von Doha“
wieder aufgenommen werden? 29.06.2013

Karzai erhält gemischte Kritiken
auf seine Einstellung zum Friedensprozess 25.06.2013

Karzai ist Teil des Problems. 25.06.2013
In London hallt Pakistans tödliche Pressepolitik wider 16.06.2013
Kann Pakistan im Nachbarland Frieden stiften? 5.06.2013
Aus der Sicht von Pakistan
ist Amerikas Krieg gegen den Terror noch nicht vorbei 30.05.2013

Pakistan: Ein neuer Anfang? 13.05.2013
Pakistans Politiker 9.05.2013
Englische Literatur und Politik 2.05.2013
Islamabad 1.05.2013
Literaturfestival Islamabad 30.04.2013
Ist nach dem Krieg in Afghanistan Frieden möglich? 28.03.2013
Pakistans radikale Demokratie 18.03.2013
Die USA benötigen einen Vermittler 19.02.2013
Bei der Medien-Evolution der Taliban
wurde die Presse zum Feind 14.02.13

Standpunkt: Pakistans Zivilgesellschaft bedroht 8.02.2013
Eine echte Messlatte für Reife und Stabilität 1.02.2013
Dialog mit der Welt des Islam 31.01.2013
Was 2012 für Afghanistan bedeutet hat 30.12.2012

Durcheinander bei den afghanischen Taliban während der Kampf um die Führung zunimmt

Financial Times, December 10, 2015

Von Ahmed Rashid

Als wären jüngste Geschehnisse in Afghanistan nicht katastrophal genug – der Fall der Stadt Kunduz an die Taliban (wird seitdem zurückgefordert), das Auftauchen der militantan Islamistengruppe ISIS, das Scheitern der Friedensgespräche zwischen Regierung und den Taliban, die fortgesetzte wirtschaftliche Krise – die kürzliche Schießerei zwischen Talibangruppen könnte das Durcheinander und die internen Machtkämpfe noch verschärfen, da sich der Herrschaftskampf verschlimmert.

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Von Mumbai nach Paris

Ahmed Rashid

The New York Review of Books. November 16, 2015

Das Blutbad an Unschuldigen in Paris hat einen drastischen Wandel der Taktiken und Strategien der ISIS hervorgekehrt. Einige Zeit glaubte man, dass das vorrangige Ziel der ISIS eher darin besteht, Land einzunehmen und zu (be-)halten und ein einziges Kalifat im den aktuellen Grenzen des Mittleren Osten zu (er-)schaffen, als den Westen zu bombardieren oder aufsehenerregende Angriffe wie das Einstürzen der Zwillingstürme in New York abzuziehen.
Derartige Angriffe auf den sogenannten „fernen Feind“, die daurauf zielen, die kapitalistische (Welt-)Ordnung zu zerstören, waren lange Zeit die Aufgabe von al-Qaida; wogegen die viel jüngere ISIS, im Bestreben den „vertrauten“ Feind in der Levante zu besiegen, bevorzugt, ihr  Kalifat jetzt zu gründen.

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Das afghanische Schlachtfeld ist komplizierter geworden

ALJAZEERA Meinung, 02.November 2015

Von Ahmed Rashid

Das System in Kabul befindet sich im Zustand der Panik wegen der aktuellen Taliban-Offensive – durch die ihnen seit 2002 die erste Großstadt in die Hände fiel,- ein Dutzend Bezirkssitze eingenommen wurde und großflächiger Bodengewinn im gesamten Land. Die Lage hat außerdem die Abwanderung junger Afghanen anschwellen lassen, die sich dem Migrantenstrom anschließen um nach Deutschland zu gelangen. 

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Kann Afghanistan durchhalten?

New York Book Review, 19.Oktober, 2015

Von Ahmed Rashid

Präsident Barack Obamas Entschluss in der letzten Woche, sein Versprechen nicht zu halten und tausende US-Soldaten in Afghanistan zu belassen wenn er sei Amt abgibt, ist ein nüchterner Hinweis dafür, wie schnell das Land wieder in die Krise abgeglitten ist. Das Weiße Haus bewertete die Lage aufgrund der aufsehenerregenden Bodengewinne der Taliban in den letzten Wochen, und der Machtlosigkeit der Regierung sie auzuhalten, neu

Aber Obamas Vorhaben, 5.500 Soldaten nach 2017 abzuziehen wird wenig an den ernsthaften militärischen Rückschlägen ändern. Noch wird er damit die brennende wirtschaftliche und politische Lähmung der Führungsriege in Kabul beenden, die ohnehin schon dafür gesorgt hat, dass zehntausende Afghanen nach Europa fliehen und der Rückhalt von Präsident Ashraf Ghani langsam abgebaut wird. Kann die Regierung durchhalten?

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Die Krankenhaustragödie von Kunduz wird das Interesse des Westens wahrscheinlich nicht auf die Notlage der Afghanen richten

Financial Times 05. Oktober 2015

Ahmed Rashid

Doktoren und Schwestern der internationalen medizinischen Wohlfahrtsorganisation Ärzte ohne Grenzen haben ihr Hospital in der afghanischen Stadt Kunduz am Sonntag verlassen, nachdem 22 Menschen – einschließlich 12 vom Personal und drei Kinder – getötet wurden und 37 ernsthaft verletzt, von amerikanischen Raketen am frühen Sonntag Morgen.

Es war das einzige intakte Krankenhaus in einer Stadt mit 300 000 Menschen, wo die Taliban und afghanische Regierungstruppen seit einer Woche um die Kontrolle kämpfen. Ärzte ohne Grenzen haben eine unabhängige internationale Untersuchung der Bombardierung gefordert.

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Die weitreichenden Auswirkungen der Einnahme von Kunduz

Financial Times 01. Oktober 2015

Ahmed Rashid

Die Einnahme der nördlichen afghanischen Stadt Kunduz durch die Taliban ist ein katastrophaler Schlag für die bedrängte Regierung von Präsident Ashraf Ghani, der seit einem Jahr im Amt ist. Doch für die Region hat sie noch viele weitere Folgen.

Es ist ein bezeichnender Rückschlag für die USA und die NATO, die viel Blut und Geld gelassen haben, um Afghanistan seit 2001 zu sichern, aber die meisten ihrer Kräfte dieses Jahr zurückzogen, trotz klarer Warnzeichen, dass die Lage im Norden sich verschlechterte. Es sind noch immer 9800 US- und NATO-Angestellte im Land, und Präsident Barack Obama hat versprochen, sie im nächsten Frühjahr abzuziehen.

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Warum afghanische Flüchtlinge nach Europa kommen

Financial Times 26. September 2015

Ahmed Rashid

Neben den Syrern und Irakern, die der Gewalt daheim entfliehen und nach Europa strömen, geben auch viele Afghanen ihr Land auf. Der Bürgerkrieg mit den Taliban setzt sich unvermindert fort, obwohl die letzten US-und NATO-Truppen ihren Abzug vorbereiten.

Afghanen bilden die drittgrößte Gruppe derer, die in Deutschland ankommen, nach Syrern und Irakern, erzählten mir deutsche Vertreter letzte Woche. Wenn alle Zugänge nach Europa gezählt sind, könnten Afghanen die zweithöchste Zahl jüngster Eintreffender ausmachen, gemäß einem hohen UN-Vertreter in Genf. Er sagte, viele Afghanen waren bereits seit Monaten in der Türkei, dem Iran und Griechenland am warten, zu dem Zeitpunkt als die europäischen Grenzen fielen. Der UNHCR schätzt, dass in den ersten sechs Monaten des Jahres 2015 nahezu 80 000 Afghanen in Europa Asyl beantragten, im Vergleich zu 24 000 im selben Zeitraum des letzten Jahres.

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