Herbstliche Tag-und-Nacht-Gleiche

Herbstliche Tag-und-Nacht-Gleiche

Autumn Equinox

Die Äquinoktien in den Medien nehmen derzeit absurde Formen an. Während Kanzlerin Merkel die Biografie von Gregor Schöllgen über ihren Vorgängers Schröder vorstellt, wird im UK Lord Ashcroft und Isabel Oakeshotts Biografie von David Cameron veröffentlicht. Hierzulande wird also „Gedöns“ auf den Buchmarkt geworfen, während England des Kaisers neue Kleider in Manchester bespricht.

Einst soll der KGB versucht haben, Cameron auf einem Besuch in Russland, 1985, damals also noch in der Sowjetunion, zu rekrutieren. Wann dieser Zeitpunkt für Schröder gekommen war, ist ungewiss, vielleicht 1978. Einmal Knecht, immer Knecht, sagt der Volksmund, und von dem hat sich Schröder schließlich sein Leben lang inspirieren lassen.

Der Dali Lama spricht sich nicht nur für eine weibliche Nachfolge im Amt seiner eigenen Heiligkeit aus – undenkbar für einen wie Franziskus, Benedikt oder Johannes – er möchte darüber hinaus als Blondine wiedergeboren werden. Mutmaßlich als eine, die dem amerikanischen Präsidenten „Happy birthday“ vorflötet.

„Lewandoofski“ mutiert derweil zu „Lewangoalski“, was stände einem polnischen Bayern besser zu Gesicht?

Winterkorn tritt bei VW zurück, Fehler will er nicht gemacht haben. Das gilt schließlich genauso für Bosch, Müller und Dobrindt. Die Grünen werden es schon richten.

Schließlich ruft der Papst im Weißen Haus zu mehr Einsatz im Kampf gegen den Klimawandel auf. Das ist Eulen nach Athen tragen? Lieber Franziskus: An Eulen wird es nie mangeln. Zumindest nicht in Athen. Eher in Aleppo, Hatra und Bamyan.

Und dann war da noch das eine schöne Zitat (unter vielen) von Yogi Berra (1925-2015): You better cut the pizza in four pieces because I’m not hungry enough to eat six.

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