Anschlag auf Charlie Hebdo

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Aus der Redaktion von Charlie Hebdo (Paris) stammt die Figur, die „Vive la diversité“ ausruft (www.thorstenramin.net). Zu den Mohammed-Karikaturen sagte Stéphane Charbonnnier, genannt Charb: „Ich habe keine Angst vor Repressalien. Ich habe keine Kinder, keine Frau, kein Auto, keine Schulden. Das klingt jetzt sicherlich ein bisschen schwülstig, aber ich sterbe lieber aufrecht, als auf Knien zu leben.“

Die Patrioten gegen die Islamisierung des Abendlandes (PEGIDA) werden durch diese aberwitzige Tat erneut Auftrieb erhalten, nachdem sie am Montag mit einem Schuss in den Bug vorerst auf Grund gelaufen waren.

Wer aber bereits aus Angst vor Karikaturen zum Schwert greift, dessen ethische Grundlagen sind fern von berechenbar oder plausibel. Sie bilden eine Bereitschaft zur Gewalt aus, die den modernen Religionen der Welt fremd ist und nichts, aber auch gar nichts, mit ihnen zu tun hat.

„Lachen und Tanzen haben als Kehrseite, als ihr Anderes, den Tod und den Schrecken. Dem Tanz des Gottes steht der Totentanz, der Höllentanz zur Seite; dem Lachen kann sich der Schrecken und das Entsetzen anverwandeln.“ (Friedrich Nietzsche, Also sprach Zarathustra)