Wie der Sinai zum Terrormagneten wurde

Ägypten

The Observer

Emma Graham-Harrison

8. November 2015

Das Beduinenwüstengebiet, in dem ein russisches Passagierflugzeug abgestürzt ist, dient nun Ägyptens todbringendem Ableger des IS als Abschussrampe.

Graue Jeans, schwarze Turnschuhe und eine Boden-Luft-Rakete waren alles, was man von dem Mann sehen konnte, der unter einem Baum auf einen ägyptischen Militärhubschrauber wartete, der im frühen Januar 2014 vorbeisauste. Er schoss, und das Luftfahrzeug stürzte zu Boden, der Augenblick wurde auf Video aufgezeichnet von der Gruppe, die die Provinz IS Sinai gründete, und bald darauf unter Siegesjubel veröffentlicht.

Der Angriff diente dazu, das ägyptische Militär und den Rest der Welt darauf aufmerksam zu machen, dass die islamistischen Rebellen im Sinai ihre Ziele und Bestände erweitert haben, und Waffen von anderen wachsenden Konflikten im Umland beziehen. Sollte sich erweisen, dass die Explosion an Bord eines russischen Metrojet-Maschinenflugs von Sharm el-Sheik ihr Werk war, haben diese Vorhaben ein neues Niveau erreicht.

Kairo hat lange um die Kontrolle der spärlich bewohnten Ausdehnungen der Sinai-Halbinsel gekämpft, auf der Islamisten Zuflucht gefunden haben bei Schmugglern, Kriminellen und anderen, die der behördlichen Kontrolle entkommen wollen. Aber weniger als zehn Jahre zuvor war es ein Ort, an dem sich Kämpfer versteckten, ausgebildet wurden und planten, und kein Ort an dem sie kämpften.

Eine Verlagerung der Ideologie, die Folgen eines Regierungszusammenbruchs und Wirren in den Nachbarländern haben die Gegend von einem gefährlichen Hafen zu einem Krisengebiet gemacht. Splittergruppen haben sich zusammengeschlossen zu einer Gruppe mit bespiellosem Zugang zu Geldmitteln und Waffen, und sind damit zum ehrgeizigsten IS-Ableger außerhalb der Levante und dem Irak geworden.

Das ist die Gruppierung, die behauptet für den Abschuss des Metrojet Flugs 9268 am letzten Samstag verantwortlich zu sein, nachdem sie auf der Sinai-Halbinsel abgestürzt ist und alle an Bord starben. Sollte sich bestätigen, dass Sprengstoff an Bord geschmuggelt wurde, wäre es das erste Mal seit 2004, dass eine Bombe benutzt wurde, um ein Flugzeug abstürzen zu lassen. Der letzte derartige Angriff war das doppelte Selbstmordkommando von 2004, auch an Bord russischer Flugzeuge.

„Es gibt nur eine Dachorganisation, (das ist) Wilayat Sinaa [Provinz Sinai]. Unter ihr versammelten sich schlicht die militanten Dschihadisten im Sinai und aus ganz Ägypten.“ sagte Mohannad Sabry, Verfasser des neulich veröffentlichten Buchs Sinai: Ägyptens Bindeglied, Gazas Lebensader, Israels Alptraum1. „Sie verschwanden unter dem größeren Schirm von Ansar Bayt al-Maqdis, die seit 2011 agiert 2014 dem IS die Treue schwor um als der stärkste Arm des Islamischen Staates außerhalb der Levante und des Irak.“

Es gab nie mehr als 500 oder 600 Mitglieder, sagte er. „Die sehr erfahrenen militärischen Verbände sind nicht mehr als ein paar Dutzend Mitglieder, und werden besonders geschützt, der Rest der Gruppe sind bloß Fußsoldaten, die von der Gruppe an die Frontlinie geschickt werden.“ sagte Sabry.

Die relativ kleine Größe der Gruppierung täuscht über ihre Schagkraft hinweg. Eine Reihe ausgefeilter und todbringender Angriffe auf geradezu jedes mögliche Ziel in der Gegend – von Regierungstruppen, internationalen militärischen Beobachtern und wirtschaftlichen Zielen bis hin zu einem Touristenbus – erweckte nationales und internationales Interesse. Selbstmordattacken auf Armeekontrollpunkte im letzten Oktober und im Januar und Juli diesen Jahres, bei denen Dutzende Menschen getötet wurden, waren die grausamsten Angriffe zu Friedenszeiten auf das Militär des Landes.

Der letzte davon ebnete der Gruppierung den Weg um zum ersten Mal eine kleine Parzelle zu besitzen, und ihre Treue zur IS-Ideologie, der Beherrschung und des Kämpfens, zu zementieren. Der Abschuss des Militärhubschraubers 2014 gab zu erkennen, dass die Gruppierung fortschrittliche Raketen besitzt, vielleicht aus Libyen eingeschmuggelt nach dem Zusammenbruch des Regimes von Muammar al-Gaddafi, mit der Absicht Flugzeuge zu beschießen.

Während tragbare Luftabwehrsysteme (MPADs) keine Passagierflugzeuge auf Reiseflughöhe treffen können – was einen Raketenangriff auf das Metrojet Flugzeug ausschließt – sind sie eine reale Bedrohung für jedes Flugzeug im Umkreis, das landet oder abhebt, und dazu könnte der Flughafen von Sharm el-Sheikh gehört haben.

Im letzten Jahr gab die Provinz Sinai ebenso eine Erweiterung seines Krieges über das nördliche Kernland hinaus in die Touristenurlaubsorte im Süden zu erkennen, als sie einen Bus bombardierte und drei koreanische Christen sowie den Fahrer tötete. Neben dem Sinai griffen Zellen auf dem Festland Ägyptens Polizeizentralen in Kairo und al-Mansura an, und sie versuchten den Innenminister zu ermorden.

Die tödliche Schneise, die von der Gruppe in dieser Gegend hinterlassen wurde, und die schonungslose Antwort des Militärs, haben einige der Problemstellungen des Sinai einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seine derzeitige Krise ist zum Teil auf seine undankbare Geografie zurückzuführen, seinen unerbittlichen Standort im Herzen einer geplagten Region. Im Sechs-Tage-Krieg 1967 von Israel eingenommen, war er in der Hand des Landes bis die Absprachen von Camp David die Rückgabe an Ägypten ermöglichten.

Hosni Mubarak war bei der Rückgabe Präsident in den 1980-ern, während Sharm el-Sheik zu einem internationalen Erholungsort fürTouristen und Mitglieder der Elite von Kairo heranwuchs, die eine Villa nach der anderen an seinen Stränden aneinanderreihten. Vielleicht wegen der begrenzten Präsenz des ägyptischen Militärs – mit einer Abmachung, die von internationalen Beobachtern überwacht wurde, die in der Region immer noch patrouillieren – tat er wenig, um seinem Volk ein Zusammengehörigkeitgefühl mit dem Land zu vermitteln, oder Anteil an seinem wirtschaftlichen Fortschritt.

Seit Jahrzehnten wurden ihr Kampf gegen die wirtschaftliche Ausgrenzung und politische Unterdrückung durch den praktischen Berichtsausfall über die Region erstickt, oder ging durch die intensive Werbung für sonniges Wetter und Strände an den südlichen Küstenbadeorten unter.

Die traditionellen beduinischen Bewohner der Gegend haben vielleicht sogar die meisten Missständen gegen die Regierung zu beklagen, vertrieben aus Stammesgebieten um Platz zu machen für von der Regierung unterstützte Siedler, ausgeschlossen von Verträgen um natürliche Rohstoffe wie Öl und Gas zu erschließen, und in ihren alten Heimatorten in der Unterzahl. Es gibt keine verfügbaren gesicherten Statistiken, aber mit dem Anwachsen des Tourismus und anderer Industrien bilden sie nun weniger als die Hälfte oder vielleicht sogar weniger als ein Viertel seiner halben Million Einwohner, laut dem Sicherheitsexperten für die Gegend, Zack Gold.

Tradierte Handelsnetze wurden zu Schmuggelwegen, zum Teil wegen des Fehlens anderer Möglichkeiten, was einen weiteren Keil zwischen die Regierung und die Beduinen trieb. Bei der Revolution von 2011 erhoben sie sich mit zuerst, und waren die grimmigsten Kämpfer gegen die Regierung.

Während Misstrauen gegenüber den Behörden und gut geschützte Schmuggelstrecken den Sinai zu einem einladenden Sockel für diejenigen machten, die es auf Kairo abgesehen hatten, und ihnen Sympathie und lokale Anwerber garantierten, kämpften die Islamisten im Sinai nie in einer Beduinenrevolte. „Stammesanführer stacheln nicht zu gewalttätigem Extremismus auf, und die derzeitige islamistische Rebellion bedroht die beduinische Stammesstruktur und ihr Überleben.“ sagte Gold.

Namentlich seit sie sich dem IS anschloss, hat die Provinz Sinai mit der Keule Groll geschürt, um die lokale Bevölkerung in der Hand zu haben. Sie tötete Dutzende vermeintliche Spione, bedrohte lokale Anführer, in denen sie eine Bedrohung sahen, und versuchte den Zigaretten- und Maruhuanaschmuggel zu unterbinden, weil sie beides mit ihrer betonmäßigen Auslegung des Islam als Sünden verdammt.

Diese Angriffe und die indirekten wirtschaftlichen Auswirkungen der Angriffe auf Touristen und internationale Militärbeobachter, die beiden wichtigsten Arbeitgeber in der Region, haben jegliches verbleibende Wohlwollen, das die Bevölkerung für eine Gruppierung aufbringen könnte, die gegen die verhasste Regierung kämpft, erschöpft.

„Die Beduinen-Gemeinde hat das ägyptische Regime seit 2011 dazu aufgefordert, sie an ernthaften Maßnahmen gegen die Waffengewalt zu beteiligen. Ihre Aufforderungen wurden nicht beachtet.“ sagte Sabry. „Zahlenmäßig bringt die Beduinengemeinschaft, ob sie einen Aufstand anführt oder die Kämpfer unterstützt, tausende Kämpfer auf – doch das ist bisher nicht passiert.“

Die Beduinen spielten bei dem gegenwärtigen Konflikt die Rolle unbeteiligter Paten, wegen ihrer Schmuggelstollen nach Gaza, obgleich beteiligte palästinensische Kämpfer über die Grenze kamen, auf der Suche nach Freiheit oder Zuflucht bei ägyptischen Radikalen, die sich in der Gegend versteckten, und die sie später finanzierten und ausbildeten.

„In den 1980-ern und 90-ern wurde primär in Kairo und Oberägypten gekämpft. Einige gingen in den Sinai zur Ausbildung, aber mit Angriffen hatten sie wenig zu tun.“ sagte Gold. Das änderte sich als eine terroristische Gruppe, die irgendwann Mitglieder und Begeisterung für die Provinz Sinai lieferte, 2004 Selbstmordkommandos im Sinai einsetzte und damit die eigene Schlacht der Halbinsel mit islamistischen Kämpfern lancierte.

Tawhid wal-Jihad, oder Monotheismus und Dschihad, eine Gruppierung, die ihre Ideologie und ihren Namen mit einer anfänglichen Version von al-Qaida im Irak teilte, entsendete ihr erstes Selbstmordkommando in den Erholungsort Taba, wobei 30 Menschen starben. Weitere 88 starben bei Autobombenanschlägen in Sharm el-Sheik 2005, und im Jahr darauf wurden weitere Dutzende getötet als Dahab betroffen war.

“Tawhid wal-Jihad konzentrierte seine Angriffe auf die Tourismusindustrie.“ sagte Gold. „Es gab natürlich hier und dort einige Gefechte mit den Sicherheitskräften … aber ihren Namen machten sie sich mit den vielen Anschlägen auf Tourismusanlagen zwischen 2004 und 2006.“

Da die lebensnotwendige Tourismusindustrie durch die anhaltenden, tödlichen Angriffe bedroht war, griff die Regierung hart durch. Die Anführer der Gruppierung wurden bei Schießereien mit der Polizei getötet, und Aushebungskomandos sandten viele Mitglieder ins Gefängnis. Das harte Vorgehen vereinte viele gewöhnliche Menschen der Region gegen die Regierung. Unmut gegen die Sicherheitkräfte vermengte sich mit der Erinnerung an die Auswirkungen der Gruppe durch ihre Anschläge, sodass sogar als ihre wirliche Bedrohung verebbte, sie einer neuen Generation von Kämpfern Impulse gab.

„Die ehemaligen Mitglieder der Tawid wal-Jihad, die die Angriffe auf Taba und Sharm 2004 und 2005 ausführten, schlossen sich Ansar Bayt al-Maqdis bereits früh an.“ sagte Sabry. „Einer von ihnen war der verheerendste Drahtzieher der ABM, Tawiq Mohammed Freij.“

Freij lenkte und kommandierte den grenzübergreifenden Überfall auf Israel im August 2011, bei dem acht Israelis umkamen. Der Zwischenfall schürte auch massive diplomatische Spannungen, weil israelische Truppen die Kämpfer zurück über die Grenze verfolgte und dabei drei ägyptische Polizisten tötete. Von Freij wurde berichtet, er sei im vergangenen Jahr von einer seiner eigenen Bomben getötet worden.

Der anfängliche Schwerpunkt der Gruppe auf Israel spiegelte sich in senem ursprünglichen Namen wider, der übersetzt „Verfechter Jerusalems“ heißt. Die Gründer wurden wahrscheinlich in einem Militärlager in Gaza ausgebildet und die Anführer scheinen grenzübergreifende Kontakte zu haben.

Der Zusammenschluss mit dem IS erfolgte nachdem einer der Kommandeure im letzten Jahr mehrere Monate in Raqqa verbracht hatte. Er sorgte für mehr Geld und Waffen – Berichtsbeschränkungen auf der Halbinsel machen es schwer einzuschätzen wieviel – aber auch das verschob die Schwerpunkte der Gruppierung, sagte Gold.

Ihr neuer internationaler Schwerpunkt, ihre Entschlossenheit zu Herrschen, und ihre Vernachlässigung der örtlichen Bevölkerung könnten Kairo die Möglichkeit bieten, die Rebellion auszumerzen, indem sie nach Verbündeten unter den Menschen im Sinai sucht. Um das zu tun müsste sie jedoch von ihren Strafmaßnahmen Abstand nehmen, wie der massenhaften Zerstörung zuviler nach Angriffen des IS, und die wirtschaftlichen und andere Möglichkeiten für die Menschen im Sinai aufstocken.

Bisher behält Kairo die Kontrolle um jeden Preis, löscht Kämpfer mit harten Vergeltungsmaßnahmen und willkürlichen Militäroperationan aus, die drohen eine neue Generation von Widerständlern zu erschaffen. „Selbst wenn die Regierung es schafft die Angriffe zu beenden,wird sie es niemals schaffen die radikalen, extremen und nach Vergeltung suchende Feindseligkeiten zu beenden.“ sagte Sabry. „Das ist ein Samen, der am Ende, vielfach zu einer bewaffneten terroritischen oder gewattätigen Organisation heranwächst.“

Die geplagte Geschichte des Sinai

1967 Israel übernimmt die Kontrolle des Sinai im Sechs-Tage-Krieg.

1973 Der Jom-Kippur-Krieg. Ägypten nimmt Teile des Ostufers vom Suezkanal wieder ein, ein Gebiet, das mehrere Kilometer in den Sinai hineinreicht.

1978 Das Abkommen von Camp David legt den Grundstein für ein Friedensabkommen zwischen Ägypten und Israel, und den abschließenden Rückzug aller israelischer Truppen von der Halbinsel, zusammen mit Israels Siedlern.

1982 Israel zieht sich aus den Großteil des Sinai zurück und leicht bewaffnete Truppen aus 12 Ländern werden entsandt um die Bedingungen des Vertrags mit Israel zu überwachen, als multinationale Truppe und Beobachter. Gegen den Vertrag wurde förmlich verstoßen durch erhöhtes militärisches Militäraufkommen in den letzten Jahren, um die wachsende Macht bewaffneter Gruppierungen in den Griff zu bekommen, doch Israel ist ebenso wegen des Anstiegs der Gewalt besorgt und unterstützt dieses verschärfte Aufkommen.

1989 Israel übergibt die kleine Grenzstadt Taba, den letzten Ort, den es im Sinai kontrolliert, an Ägypten. Im darauf folgenden Jahrzehnt werden Kämpfer über die Granze nach Gaza hin und her gehen, aber den Sinai als einen Ort ansehen für Rückzug und zur Ausbildung, nicht als Bereich für Angriffe..

2004 Tawhid wal Jihad (Monotheismus und Dschihad) beginnt eine neue Zeit des Aufstands als ein Kämpfer mit einer LKW-Bombe in das Hilton in Taba fährt, und dabei mehr als 30 Menschen tötet, die meisten Israelis.

2005 Die selbe Gruppierung tötet 88 Menschen mit Autobomben in Sharm el-Sheik, dann mehr als 30 bei Angriffen auf einen weiteren Erholungsort im Jahr 2006. Die Bedrohung für die lebenswichtige Tourismusindustrie erfordert eine harte Reaktion der ägyptischen Regierung, und große Teile der Anführung werden ausgelöscht. Viele Mitglieder werden inhaftiert, andere gehen in den Untergrund.

2011 Die Revolution fegt durch Ägypten, eischließlich den Sinai, wo ein Jugendlicher die lokalen Aufstände befeuert, indem er das verhasste Hauptquartier der Sichheitskräfte beschießt. Präsident Hosni Mubarak wird abgesetzt, aber bei dem Tumult der folgt, formiert sich im Sinai eine neue Gruppierung.

2014 schießt Ansar Beit al-Maqdis einen Militärhubschrauber mit einem tragbaren Luftabwehrsystem ab, das möglicherweise in Libyen erbeutet wurde. Ein Selbstmordattentäter der Gruppierung sieht es auf einen Bus mit koreanischen Touristen ab, ermordet drei und den Fahrer, und bei einem Angriff auf einen Armeekontrollpunkt sterben mehr als dreißig Menschen. Im Oktober verkündet die Gruppierung, dass sie dem IS die Treue geschworen hat und ändert seinen Namen in Provinz Sinai.

2015 Bei zwei weiteren grausamen Angriffen auf Armeeaußenposten sterben Dutzende und zum ersten Mal behauptet die Gruppierung ein kleines Revier.

Oktober 2015 Ein Flug der Metrojet stürzt über der Halbinsel Sinai ab, wobei alle sterben. Die Provinz Sinai übernimmt die Verantwortung. Das UK und andere Länder stoppen Flüge nach Sharm el-Sheik wegen der Befürchtung, eine Bombe sei an Bord gebracht worden.

Quelle: http://www.theguardian.com/world/2015/nov/08/sinai-magnet-for-terror

Ãœbersetzung: Thorsten Ramin

1 Sinai: Egypt’s Linchpin, Gaza’s Lifeline, Israel’s Nightmare