Pussy Riot-Mitglied wird frühzeitige Entlassung versagt

Richter sagt, Nadeshda Tolokonnikova hat „nicht immer die Verhaltensregeln befolgt“

guardian.co.uk, Freitag, der 26. April 2013

Pussy Riot-Mitglied Nadezhda Tolokonnikova vor Gericht in Zubova Polyana, wo ihre frühzeitige Entlassung aus dem Gefängnis abgelehnt wurde.

Bild: Maxim Shipenkov/EPA

Ein russisches Gericht hat den Antrag auf frühzeitige Entlassung eines Mitglieds von Pussy Riot abgelehnt, deren provokative Lieder und Anklage sie zu einem Symbol für Oppositionsbewegung des Landes gemacht haben.

Nadezhda Tolokonnikova, sitzt seit ihrer Verhaftung im letzt(jährig)en März eine zweijährige Strafe ab, die erlassen wurde, nachdem die Band eine Protestaktion gegen Präsident Vladidmir Putin in Moskaus Hauptkathedrale aufführte.

Richterin Lidiya Yakovleva sagte, es sein erwiesen, dass Tolokonnikova keine frühzeitige Entlassung verdiene, weil sie in Haft „nicht immer die Verhaltensregeln befolgt habe.“

Tolokonnikovas Rechtsanwältin Irina Khrunova wurde von Interfax News zitiert, sie sagte sie würde auf der Grundlage an argumentieren, dass die Richterin der Verteidigung keine abschließenden Erklärungen erlaube.

Tolokonnikova und zwei weitere Mitglieder waren aufgrund von Vandalismus-Vorwürfen, motiviert durch religiösen Hass, zu Gefängnisstrafen verurteilt worden. Sie hatte, nachdem die Hälfte ihrer Haftstrafe abgesessen war, um frühzeitige Entlassung ersucht, was das Gesetz zulässt.

Einem weiteren verurteilten Bandmitglied, Yekaterina Samutsevich, war letztes Jahr auf Antrag die Strafe erlassen worden.

Tolokonnikova, in sowjet-gemäßer dunkler Gefängnis-Kluft mit einem weißen Schal um den Nacken, sagte dem Gericht die Gefängniskolonie, in der sie ihre Strafe absitze, ihrer Bitte um frühzeitige Entlassung nicht folge, weil sie „nicht bereue.“ Das russische Gesetz kennt Reue nicht als Bedingung für eine frühzeitige Entlassung.

In seiner Zeugenaussage beschreibt die Kolonie Tolokonnikova als „unvertraut mit Ethik und Gewissen und nur mit sich selbst beschäftigt.“

Die Gefängniskolonie führte auch eine Bestrafung auf. Die Tolokonnikova erhalten hatte, weil sie einen Gefängnis-Beamten nicht gegrüßt hatte, während sie im Krankenhaus war, und bemerkte, sie sei einmal für ihre Weigerung gerügt worden, nicht zum Rundgang rausgegangen zu sein während sie in Moskau im Gefängnis war.

Verteidiger drängten das Gericht Tolokonnikova zu entlassen, damit sie sich um ihre fünfjährige Tochter kümmern kann. Rechtsanwalt Dmitry Dinze beschwerte sich ferner, dass das Gefängnis-Personal nicht in der Lage zu sein scheint, angemessene Bedingungen zu schaffen, um ihre permanenten Kopfschmerzen zu behandeln.

Quelle: http://www.guardian.co.uk/music/2013/apr/26/pussy-riot-denied-release-prison

Ãœbersetzung: Thorsten Ramin

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