Das Shakespeare-Projekt

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Shakespeare Projekt

– Einführung –

Seit zweihundert Jahren ist über Shakespeares Leben so intensiv geforscht worden wie über kein anderes, und fast ebenso lange gibt es Zweifel daran, wer der „wahre Verfasser“ dieser Werke ist. Tatsächlich ist das Leben des William Shaksper aus Stratford mit einem unglaublichen Aufwand erforscht worden, und als Ergebnis ist schließlich weniger als null herausgekommen.

So hat man zum Beispiel in Stratford selbst überhaupt keine Hinweise gefunden, dass er dort als Dichter gesehen worden wäre. Es gibt den krassen Fall des Thomas Greene, seinem Cousin, der selbst einige Gedichte geschrieben hat, etwa Lobgedichte für den Dichter Michael Drayton, der aus der selben Gegend stammt. Greene erwähnt seinen Cousin jedoch nur in Zusammenhang mit Geschäften.

Die Zweifel, die letztlich zu abweichenden Autorschaftstheorien geführt haben, entstehen also zunächst aus dem Unvermögen, den Zusammenhang zwischen diesem Leben und diesem Werk befriedigend zu erklären. Allerdings nur daraus. Es ist ja anfangs erst mal sehr viel Mythologie produziert worden. Dann ist Malone um 1800 darangegangen, das ganze auf eine empirische Basis zu stellen, nachdem also fast 200 Jahre vergangen waren. Der Mythos war zu dieser Zeit schon vorhanden, und der war bindend. Und sollte, von Malone und den anderen frühen Forschern und Biographen, nun wissenschaftlich untermauert werden. Und gesäubert und gereinigt werden!

Der Forschungsaufwand, der vor allem im 19. Jahrhundert betrieben wurde, war unglaublich. Man hat im Grunde jeden Zettel umgedreht, und wenn man einen durchschnittlichen Schriftsteller so erforscht hätte, wäre eine tausendseitige Faktensammlung dabei herausgekommen. Wir haben also den Schriftsteller William Shakespeare mit seiner Gesamtausgabe von 1623, darin das Porträt, die Vorreden und die Lobgedichte, die allerdings nicht viel biografisches Material hergeben. Und dann haben wir William Shaksper in Stratford mit den Lebensdaten 1564-1616. Ein Mißverständnis kommt auch daher, dass man diese Zeit nicht kennt. Das jetzt gültige Shakespeare-Bild entstand nach der glorreichen Revolution von 1688, als Jakob II. davongejagt wurde, in der Zeit, als England zur Handelsweltmacht wurde und auch eine Werteverschiebung stattfand, als sich das Individuum durchsetzte.

Was man orthodoxe Auffassung nennt, besagt, dass der Dichter William Shakespeare belegt ist durch Taufeintragung, Eintragung über die Heirat, er ist als Bürger in Straford aktenkundig und hat dort seine Geschäfte betrieben, und war auch, später, in London am Theater tätig. Für diese Biografie muß die Orthodoxie jedoch gleich mehrere Probleme außer acht lassen. Als Beispiel sei nur der „Melicertus“ angefüht. 1603 wird dieser „Melicertus“ erwähnt in einer kleinen Schrift, „England’s Mourning Garment“ von Henry Chettle, und dort eindeutig als poetischer, als Hirtenname für Shakespeare ausgewiesen, indem Chettle ihn mit dem „Raub der Lukrezia“ in Zusammenhang bringt. Nach dem gleichen Muster sind die anderen angesprochenen Dichter identifizierbar. Ben Jonson ist „Horaz“, das hat seine Begründung in seinem Werk; jeder erhält einen derartigen allegorischen Namen. Nun taucht der Name Melicertus in dem selben Werk noch einmal auf, in einem ganz anderen Zusammenhang, mit eindeutigem Bezug zur Geschichte der spanischen Armada. Sir Philip Sidney wird dort erwähnt, und Sir Francis Walsingham, ebenfalls mit Hirtennamen, aber eindeutig identifizierbar. Und dann steht da, dass Sidney und Walsingham und eben dieser Melicertus etwas mit den Vorbereitungen für den Krieg gegen Spanien tun hatten. Da Sidney 1586 gestorben ist, kann das, worauf hier bezug genommen wird, allerspätestens 1586 gewesen sein. Und Shakespeare müßte einer von denen sein, die da gegen Spanien maßgeblich beteiligt waren. Er müßte in höchsten Kreisen irgendwie an den Kriegsvorbereitungen beteiligt gewesen sein. Nach gängiger Auffassung war er, 22jährig, da noch in Stratford. Wer ist also wirklich dieser Melicertus, soll heißen: wer ist wirklich dieser Shakespeare?

Was schließt nun die orthodoxe Shakespeare-Forschung aus dem Fazit, dass man eben Leben und Werk nicht wirklich „vermählen“ kann, wie es Emerson ausgedrückt hat? Die stereotype Antwort lautet wohl: Wir würden gern über Shakespeare etwas mehr wissen, mehr zu seinem Leben, mehr zu seinem Werk, und wir wissen nicht das, was wir gerne wissen würden, aber es besteht deswegen kein Grund, daran zu zweifeln. Aus dieser unbefriedenden Situation heraus haben dann also Leute versucht, einen Ausweg in der Vermutung zu finden, nachdem das alles so nicht zusammenpasste. Könnte nicht jemand anderer das geschrieben haben, von dem wir aber nichts wissen? Anders gesagt, es müßte jemanden geben, der besser an die Stelle paßt, an der wir bisher William Shakespeare stehen haben, und wie müßte der ausschauen?

So hat man angefangen, und ist auf Sir Francis Bacon verfallen. Er war am bekanntesten, deshalb wurde er an diese Stelle gesetzt – und weil er vermutlich etwas mit Shakespeare zu tun hatte, in dem Sinne, dass er auch zu dem kulturellen Zirkel um Sir Walter Raleigh gehörte, dort eine herausragende Figur war. Bacon war auch, wie Shakespeare, ein Konservativer in dem Sinne, er konnte durchaus über die Art von Information verfügen, die „Shakespeare“ gehabt haben muß. Bacon bot sich zunächst einmal als möglicher Kandidat an. Doch dann häuften sich die Einwände. Etwa die Tatsache, dass von Bacon bereits ein umfangreiches Werk bekannt ist, das nicht wirklich überzeugend zum Lyriker und Dramatiker „Shakespeare“ paßt. Man kann sich Bacon schlecht vorstellen, wie er etwa „Hamlet“ schreibt, oder die Sonette. Bacon war also eine Notlösung, aus der Situation geboren, dass man nicht genau wußte, wo man suchen soll. Man wusste es ungefähr. In Hofkreisen auf jeden Fall, aus verschiedenen Gründen.

Als dann der Graf von Oxford genannt wurde, auch andere Kandidaten wie die Grafen von Derby oder Rutland, hieß es: Wer zu dem Schluß kommt, dass Shakespeare ein Adeliger gewesen sein muß, ist ein Snob, möchte gewissermaßen selber ein Adeliger sein. Die Dissidenten seien darauf versessen, nur ein Adeliger könne das geschrieben haben. Was übrigens nicht ganz stimmt. Es gibt ja Leute, die meinen, Christopher Marlowe sei es gewesen.

Zwei Dinge dazu. In der Geschichte des Verlagswesens in England schreibt ein ganz, ganz orthodoxer Mensch, der aufgrund der Art und Weise, wie Shakespeare publiziert wurde, zu dem Schluß kommt, dass Shakespeare ein Snob gewesen sein muß, – weil er sich genauso wie ein Adeliger benommen hat. Adlige haben sich nicht gekümmert um ihre Schriften, sie durften nichts herausgeben. Das war ungeschriebene Standesvorschrift, und dadurch war ihr Werk so etwas wie Wasser und Luft, also ein freies Gut. Die Verleger konnten das veröffentlichen, wenn sie irgendwoher ein Manuskript bekamen. Der Verleger wusste, die Urheber schreiten nicht ein. Bacon ist da ein gutes Beispiel. Er ist eingeschritten, aber hat es gedreht und gewendet, damit es so aussah, dass das alles sehr amtlich war, und er hat sich in einem Brief an seinen Bruder auch noch entschuldigt, dafür, dass er das gemacht hat.

Es ging darum, den Anschein zu wahren. Das gilt dann auch für Shaksper, der in Stratford unnachgiebig Schulden eintreibt, – in London benimmt er sich so, als ob ihn Geld überhaupt nicht interessiere. Das muss man dann annehmen. Zum anderen, der Vorwurf des Snobismus ist gegen die Dissidenten nicht immer unberechtigt. In der Tat wollen viele diesen „Lümmel“ nicht haben. Shakespeare als Adeliger ist ohne Zweifel eine viel romantischere Angelegenheit, etwa der Graf von Oxford mit seiner dramatischen Lebensgeschichte, mit den Verstrickungen in höchste Regierungskreise. Aber einigen Oxfordianern ist selbst Oxford noch nicht adelig genug. Nun soll er ja auch noch der Sohn der Königin sein und der Geliebte der Königin. Doch das reicht immer noch nicht.

Im Grund genommen, so um 1910, hatte A. W. Pollard, der Biograph, die Lösung fast in der Hand. Er war so dicht dran wie keiner vor ihm, als er gesagt hat: Ich weise drauf hin, dass das, was wir Piraterie nennen, die nicht genehmigte Veröffentlichung von Manuskripten, etwas ist, was nur adelige und tote Schriftsteller betraf. Also müßte Shakespeare adelig oder tot gewesen sein. Oder beides. Und Pollard hat vor seinen eigenen Schlußfolgerungen Angst bekommen. Zu dieser Zeit kann man auch einen neuen Schub von Shakespeare-Mythos feststellen, etwa mit dem Manuskript von „Sir Thomas More“. Das hatte man bis dahin nie beachtet, doch auf einmal wurde es wieder zum Thema gemacht und Shakespeare zugeschrieben. 1910 wurden auch die letzten Dokumente gefunden, die sich auf den Shaksper aus Stratford beziehen. Sie betreffen jedoch nichts, was mit Literatur oder dem Theater etwas zu tun hat. Peinliche Dokumente, würde ich fast sagen, die da gefunden worden sind. Die Geschichte, wie Shaksper da im Haus dieses Perückenmachers mit dem künftigen Schwiegersohn den Brautschatz aushandelt. Acht Jahre später muß er als Zeuge nach London kommen, und kann sich an nichts erinnern. Was man findet, ist eigentlich bedeutungslos, aber nicht ganz bedeutungslos. Weil gesagt wird, dass er zu der Zeit, also 1603/04, nur vorübergehend in London war. Damit hatte man neue Fakten, die nicht zu den bisherigen Annahmen paßten. Shaksper kam also nur gelegentlich nach London.

Vertreter der Orthodoxie weichen oft auf die Argumentationslinie aus, das Leben des Autors sei für das Verständnis der Werke bedeutungslos. Komischerweise kommt das Nur-der-Text-zählt-Argument aber hauptsächlich bei Shakespeare daher, wo das Problem tatsächlich gravierend ist. Sonst läßt man allen literarischen Theorien zum Trotz immer unvermeidlich Biografie in die Literaturbetrachtung einfließen. Hier riecht das doch stark nach einem Fall von Fuchs-und-Trauben: Qui, facere quae non possunt, verbis elevant, adscribere hoc debebunt exemplum sibi. Und damit befinden wir uns in einer kognitiven Dissonanz-Reduktion, vor der ein Zeitherausgeber nicht gefeit ist (siehe http://www.zeit.de/2011/44/P-Zeitgeist).

Manche Oxfordianer haben die Beziehung zwischen Leben und Werk gern übertrieben. Sie haben ja praktisch in jeder Figur einen Bekannten oder einen Feind von de Vere sehen wollen. Ich will auch nicht sagen, dass man ein Kunstwerk nicht aus sich heraus interpretieren kann. Sehen wir uns aber ein konkretes Beispiel an, etwa den „Kaufman von Venedig“. Wenn man das liest, merkt man, der Autor muß einfach sehr viel über Venedig, über die Verhältnisse da gewusst haben. Der muss etwas gewußt haben über die Verhältnisse zwischen aschkenasischen und sephardischen Juden, auch über die Marranen. Die sephardischen durften Handel treiben, die aschkenasischen durften das nicht, da gab es auch Spannungen zwischen den beiden. Sie hatten zwar dieselbe Religion, aber eine ganz verschiedene soziale Lage, eine verschiedene Geschichte. Die Marranen hatten nochmal einen anderen Status. Das waren konvertierte Juden, von denen man nicht wußte, waren sie nun innerlich überzeugte Christen oder nicht. Sehr oft waren sie es nicht, waren also letztlich weder Jude noch Christ, eher, wie man heute sagen würde, agnostisch. Es waren die Leute, die ganz auf sich geworfen waren, auf ihre Individualität. Shakespeare muß über diese verwickelten Verhältnisse Bescheid gewußt haben, also längere Zeit in Venedig gewesen sein. Das ist ja auch von Orthodoxen wiederholt festgestellt worden. Wenn man aber Shakspers Biografie, wie sie uns bekannt ist, betrachtet, so ist höchst unwahrscheinlich, dass er je außerhalb von England gewesen ist. Also hat man sich damit beholfen zu sagen: Im Grunde spielt das in England, Shakespeare hat die Handlung nur nach Venedig verlegt. Und das ist grundfalsch. Und er hätte das Stück in ein Venedig verlegt, wo er, bildlich gesprochen, an allen Straßenecken kleine Schilder befestigt, die dann gar niemand sieht, das wäre eine übertriebene Mühe für ein Theaterstück, wenn der Autor hier nicht ein viel weitergehendes Interesse zum Beispiel an lokalen Besonderheiten hätte, die er zum eigenen Vergnügen dort einbaut.

Dazu kommt, dass die Leute, die sagen, es komme nicht drauf an, wer der Autor war, doch immer wieder die Figur des Shaksper aus Stratford hineinbringen und diese Figur mit zur Begründung ihrer Interpretation heranziehen, warum das eine sein kann und das andere nicht sein kann. – Zumindest steht Shaksper im Wege. Man kann Erkenntnisse gewinnen aus der Literatur der Zeit, will sie dann auf Shakespeares Werk beziehen, was aber der orthodoxen Chronologie total widerspricht. Diese Erkenntnisse werden dann nicht zugelassen, beziehungsweise müssen akrobatisch interpretiert werden, sobald die Figur Shaksper ins Spiel kommt.

Zum Beispiel hat Ben Jonson in seinen frühen Komödien immer Versatzstücke aus Shakespeare herausgenommen, nicht parodiert, aber anscheinend haben Shakespeare-Stücke in Hofkreisen großen Einfluß ausgeübt, so dass die Leute gewisse Haltungen angenommen haben, gewisse Leidenschaften, und das ist das, was Jonson in seinen frühen Komödien veralbert. (Ich meine nicht, dass er Shakespeare veralbern will.) Das beste Beispiel findet sich in „Every Man in his Humour“. Da geht es um den man, der glaubt, dass seine Frau ihn betrügt, und der dabei tatsächlich ein bisschen den Othello spielt. Er heißt dann in dem Stück von Jonson auch noch Torello. Nach der gültigen Chronologie, die E. K. Chambers aufgestellt hat, ist der „Othello“ von Shakespeare erst sechs Jahre später geschrieben worden. So sagt man, der Jonson nimmt das vorweg. Und dann schreibt Shakespeare sein Stück und de-parodiert gewissermaßen den Jonson.

Shakespeare, so scheint es, wäre einerseits der Größte überhaupt, andererseits jemand, der sich nichts selber ausdenken kann, der ständig abschreibt. Man stellt sich ihn gerne vor wie jemanden, der mit Zeitungsschnipseln arbeitet und sagt, da ist ein Satz, den kann ich gut gebrauchen, und da ist wieder ein anderer Satz, den kann ich in einem anderen Stück gebrauchen. So muß man dann von den sogenannten späten Stücken behaupten, sie seien zu der Zeit, als sie geschrieben wurden, um 1610 herum, schon 20 Jahre aus der Mode gewesen. Stücke, die an und für sich in die frühen 80er Jahre gehören würden. Also eher dreißig Jahre.

Was würde sich also am Verständnis der Werke ändern, wenn sich die Oxford-Theorie durchsetzen würde? Für das Verständnis der Werke – sehr viele Deutungen, sehr vieles, was geschrieben worden ist, würde gültig bleiben. Es würde unter Umständen sogar noch gültiger. Weil bisher viele Kommentatoren sich dieser biografischen Frage enthielten oder vom Werk auf die Biografie geschlossen haben.

Wir haben also jetzt einen „neuen“ Autor, einen, nehmen wir an „richtigeren“, Edward de Vere, Earl of Oxford, der sich hinter dem Namen „Shakespeare“ versteckt, und das so erfolgreich, dass er beinahe bis auf den heutigen Tag versteckt geblieben ist. Wenn man das jemandem zu erklären versucht, steht der Verdacht im Raum: das ist eine Verschwörungstheorie. Wie kann man begreiflich machen, dass dieses Versteckspiel, das zu Oxfords Lebzeiten durch seinen adligen Stand gut erklärbar ist, nach seinem Tod und bis heute so gut funktioniert hat? Braucht es eine Verschwörung von Staats wegen?

Zunächst gibt es in der aristokratischen Gesellschaft eine Art von „natürlicher“ Verschwörung. Das war keine moderne, offene Gesellschaft, wie wir sie kennen. Da spielte sich sozusagen in dem Klassenzimmer der Aristokratie einiges ab, was nicht nach außen drang. Doch im engeren Sinn gab es wahrscheinlich keine Verschwörung in Sachen „Shakespeare“. Das war nicht notwendig. Die Aristokratie hatte ein gewisses Herrschaftsinteresse, das man in der historischen Betrachtung lange außer acht gelassen hat. Dieses Herrschaftsinteresse war kulturell begründet: der Adelige sollte eine Art von neuem Menschen verkörpern, jemanden, der seine Leidenschaften beherrschte, der sich unter Kontrolle hatte. Das war das Ideal, das sie darstellen sollten. Darauf gründete ihr Herrschaftsanspruch. Zugleich mußte der Adel sich von den Händlern abgrenzen, von der merkantilen Moral. Er sollte liberal sein, das hieß: freigebig. Die Geschenk-Kultur, die bei Hofe herrschte, sollte diese Haltung, diese Differenz bekräftigen. Ein dritter Punkt: der Adelige durfte keinen Beruf ausüben. Er hatte, wenn man so will, eine Berufung, aber sollte keinen Beruf haben. Das ist sehr zentral für diese Zeit. Ein Händler definiert sich im Gegensatz dazu dadurch, dass er nur den eigenen Gewinn anstrebt; der Adelige dient dem Fürsten. Das ist Herrschaftslegitimation, es war aber wirksam.

Nun war der Graf von Oxford, von dem wir annehmen, er sei „Shakespeare“ gewesen, zum Zeitpunkt der Folio-Ausgabe, 1623, schon fast 20 Jahre tot. Diese Gesamtausgabe wurde von Leuten aus seiner Umgebung besorgt, die nicht zu erkennen geben wollten, wer das wirklich geschrieben hat, und die – in den Vorreden zur Folio und den Lobgedichten dort – die Aufmerksamkeit in eine andere Richtung lenken – aber in welche Richtung eigentlich? Es gibt da eine Analogie in der spanischen Literatur der selben Zeit. Quevedo war ein spanischer Hofman, Diplomat, Soldat und Schriftsteller. Er schrieb auch volkstümliche Sachen, Romane, und er hat geleugnet, dass er der Urheber war. Das hat ihm niemand geglaubt. Und auf der Titelseite wurde vermerkt: der Autor sagt, er hat das nicht geschrieben. Wenn man nun bei Shakespeare diese Vorworte zur Folio liest, dann merkt man, dass von jemand ganz anderem die Rede ist als von Shaksper in Stratford. Es geht eindeutig um einen Hofman. Die Klischees stehen alle drin. Es kam – und das ist ein entscheidender Punkt – in erster Linie auf das äußere Verhalten, den schönen Schein an. Es ging also um eine Verhaltensethik und nicht um eine Gesinnungsethik, wie Max Weber sagen würde. Wenn also einer sagt, ich hab damit nichts zu tun, dann wurde das akzeptiert. Dafür lassen sich viele Beispiele finden. Das hab ich nicht zum Drucken gegeben, hieß mit anderen Worten: Ich bin ein Gentleman, ich verhalte mich wie ein Gentleman. Und dieser Aspekt wurde später vergessen.

Darin besteht sozusagen die Verschwörung. Wenn jemand sich für den Zweck der Kaschierung „Shakespeare“ nannte, dann hat man von „Shakespeare“ geredet, genauso wie man in den 1590er Jahren von Martin Marprelate geredet hat, was ja auch ganz erkennbar ein Pseudonym ist, was auch niemand bezweifelt. Das heißt so etwas wie „Martin Hau-den-Pfaffen“. Oder wenn ein Autor anonym war, hat man von „irgendeinem“ geredet. Damals konnten die Leute sich sehr gut unterhalten, ohne Namen zu nennen. Man redete und gab durch Anspielungen zu erkennen, wen man meinte. Man hat, was man wusste, versteckt und gleichzeitig offenbart. man kann also bei Shakespeare annehmen, dass das offene Geheimnis danach einfach vergessen wurde. man hat es später vielleicht auch nicht mehr verstanden, dass die Familie, der engere Kreis, weiterhin kein Interesse daran hatte, das Geheimnis zu lüften. Die Familie konnte Shakespeare nicht offen für sich in Anspruch nehmen. Wenn, was sicher öfter passiert ist, ein Aristokrat doch Geschäfte gemacht hat, konnte er das nicht offen machen. Er mußte einen Mittelsman haben. Das betraf auch Einnahmen aus literarischen Werken. Und solange das gültig blieb, also bis ins 18. Jahrhundert, konnte die Aristokratie kein Interesse haben, Shakespeare für sich reklamieren.

Und dann tritt das Bürgertum auf den Plan und reklamiert ihn für sich. Und trotz der vielen Gegenbeispiele, die man aus den Werken ziehen könnte, ist Shakespeare nun der bürgerliche Autor par excellence. Die Ironie besteht darin, dass das so falsch nicht ist, dass da jemand, allerdings eher aus ästhetischen Impulsen, in Konflikt kommt mit der höfischen Moral der Äußerlichkeit. Das ist insbesonders in den Gedichten festzustellen. Es kommt auch nicht von ungefähr, dass das bis jetzt gültige Shakespeare-Bild gleichzeitig mit dem Erfolg von Samuel Richardson aufkommt. Richardsons Romane beschreiben genau diese bürgerliche Innerlichkeit, was Marcuse den affirmativen Charakter der Kultur nennt. Um 1750 ist das Bürgertum nicht an der Macht beteiligt und setzt gegen den Adel, der noch herrscht, die Innerlichkeit. Richardson hat ja immer diese Figur des bösen Adeligen, des unehrlichen, unlauteren, der die Bürgertochter verführt. Und Shakespeare kommt in seinem Werk mit dieser aristokratischen Kultur der Äußerlichkeit in Konflikt. Insofern ist diese Beanspruchung Shakespeares durch das Bürgertum so falsch nicht. Seine Opposition ist allerdings künstlerischer, nicht bürgerlicher Natur. Bürger war er ja nicht. Und die Bürger kommen bei ihm ja meist schlecht weg. Die Adeligen allerdings auch.

Genau zu der Zeit, als Richardson seinen ungeheuren Erfolg hat, entsteht auf Anregung des Schauspielers David Garrick dieses Bild von Shakespeare, das wir nun immer noch haben, mit eindeutig anti-aristokratischer Tendenz. In Deutschland ebenso wie in England behauptet da das Bürgertum gegen den Adel seine Innerlichkeit. Und das ist auch der Grund, warum das Anzweifeln dieser Person „Shakespeare“ bis heute solche Aggression auf sich zieht. Er wäre uns, dem Bildungsbürgertum, weggenommen, wenn er selber kein Bürger gewesen wäre.

Heute liest man Shakespeare eher zufällig. man beschäftigt sich mit Freud und findet bei ihm diese kleine Notiz, in der Selbstdarstellung, er glaube jetzt nicht mehr, der richtige Verfasser sei der man aus Stratford, sondern Edward de Vere.

Und der Freud spinnt ja nicht, wenn er das sagt, wird er seine Gründe haben, und dann besorgt man sich das Buch von Looney. Und noch später denkt man sich, verdammt, das ist doch eine interessante Geschichte.

Dann wendet man sich ein an ein großes Wochenmagazin und schlägt das dort als Thema vor. Das Problem ist nicht bekannt, und das ist doch höchst interessant. Die Antwort wirkt wie der Geist auf Hamlet. Die haben tun so, als würde man wieder einmal mit dem Ungeheuer von Loch Ness anfangen, und das in einem Ton, als hätte derjenige gerade mal mit Shakespeare gespeist, und dazu diese selbstgewissen Phrasen, das sei doch alles alt, man wisse das längst schon, undsoweiter, bei Artaud heißt das einmal, einem den Denkschalter abdrehen.

Und wenn man sich mit Looneys „Shakespeare Identified“ nicht zufrieden gibt, dann stecken in Looney noch viele Fragen, viele Dinge sind da noch nicht angesprochen. Wenn Oxford Shakespeare war, muß man irgendwann auch woanders drauf stoßen.

Ein konkreter Punkt, an dem man beginnen kann, sind die Unterschriften. Das etwa das, was die Fachleute für Siegelkunde dazu sagen, überhaupt nicht mit dem übereinstimmt, was in der Shakespeare-Forschung behauptet wird. Shakespeare fällt auch hier aus dem üblichen Rahmen;

Das nächste ist die Publikationsgeschichte. Das ist sehr viel Arbeit, diese ganzen Sachen durchzulesen, lange Zeit ohne Ergebnis, aber die Spuren können nicht völlig verwischt sein. Schließlich muß Shakespeare irgendwann einmal zum Drucker gegangen sein, irgendwas mit der Publikation zutun gehabt haben …

Und dann wird man fündig. Das ist bisher das beste Ergebnis, die Geschichte mit dem Drucker Roberts. Der hat bis dahin nie ein Bühnenstück veröffentlicht, 1598 trägt er den „Kaufman von Venedig“ in das Stationer’s Register ein, und dort ist der Lordkämmerer mit seiner „blocking entry“ vermekrt. Das muß de Vere sein, denn es gibt nur zwei Kandidaten, und der andere kommt nicht in Frage. Erst später ist mir aufgegangen, dass de Vere da von seinem Recht als Autor Gebrauch macht, sich gewissermaßen für einen Augenblick als Shakespeare verrät. Und nicht in seiner Funktion als Lord Chamberlain agiert, denn das konnte er nicht. Da kommen wir wieder zu den Adeligen: die hielten sich fern, mußten sich fernhalten. Wenn man das einmal verstanden hat, weiß man: was soll ein Lordkämmerer da intervenieren wegen eines Bühnenstückes – wenn es nicht sein Stück ist?

Das wurde also bisher falsch verstanden, diese Formel im Stationers‘ Register, die längst bekannt war, dass das Stück nicht gedruckt werden soll, bis nicht die Erlaubnis vom Lordkämmerer kommt. Die Orthodoxen haben hier ein Problem. Keiner hat das erklären können. Als Erklärung wird dann angeführt, der Lordkämmerer habe da für seine Schauspieler interveniert. Das ist historisch gesehen ein Unsinn. Und es wäre schon wieder ein Einzelfall, der Einzelfall in diesen ganzen vier Bänden von Eintragungen, dem gesammelten Register der Drucker/Verleger aus dieser Zeit. dass ein Autor das tut, kommt hingegen öfter vor. Wenn da also stand, Lord Chamberlain, dann wußten die Leute in der Druckergilde, die Verantwortlichen, das ist der Autor. Es gab nämlich die Bestimmung, dass ein Werk, das eingetragen, aber für eine gewisse Zeit nicht gedruckt worden war, für einmal von einem anderen Verleger aufgelegt werden durfte. Das Recht des ersten Verlegers ging nicht verloren, war aber ausgesetzt. Er wurde beteiligt, das war Sinne der Gilde, damit die Drucker genug zu tun bekamen. Dieser Vorgang wird also durch den sogenannten „blocking entry“ unterbrochen, das steht in der Verordnung drinnen: „Es sei denn, der Autor will das nicht.“ Es ist also nicht richtig, wie das überall zu lesen steht: der Autor habe keine Rechte an seinem Werk gehabt. Der Autor hatte sehr wohl Rechte, und die waren anerkannt. Das ist in der Fachliteratur über Deutschland und über England für die damalige Zeit von einigen Leuten sehr deutlich beschrieben worden – allerdings nicht von Literaturwissenschaftlern.

Ein Teil der Arbeit ist interdisziplinär, – die Shakespearologie, die sich ja, wie wir gesehen haben, fast nur mit Sonderfällen beschäftigt, schaut kaum hinüber in die anderen Wissenschaften. Man muss sich trauen, auf andere Gebiete zu schauen, weil man da sinnvolle Information herkriegt. Das führt einerseits zur Arbeit an der Chronologie, andererseits dazu, dass man die Zeitgenossen noch einmal genauer auf das bewusste Problem hin liest.

Ben Jonson ist in diesem Fall naheliegend, da er der einzige Kollege, der einzige Zeitgenosse ist, der sich ein bißchen mehr als die anderen über Shakespeare äußert. Und das nicht nur positiv. Shakespeare, diese übermächtige Figur, muß doch irgendwelche Spuren hinterlassen haben. Und bei Jonson, in den frühen Komödien, stößt man darauf. Es muß irgendwann ganz schöne Reibungen gegeben haben zwischen den beiden. Die frühen Jonson-Komödien fallen in die späte Shakespeare-Zeit, die Zeit 1598 bis 1604, sind also für die orthodoxe Chronologie zeitgleich mit dem mittleren Shakespeare, bei de Vere entsprächen sie dem sehr späten Shakespeare. Das ist also die Zeit, als Shakespeare seine Werke herausgibt. Der bereits erwähnte Drucker Roberts druckt zu dieser Zeit praktisch nur noch Shakespeare.

Auch bei Jonson kann man feststellen, dass das Jahr 1604, de Veres Todesjahr, wichtig ist: Es muss wohl eine Zusammenarbeit zwischen Shakespeare und Jonson gegeben haben. Etwa 1600 muß sich das Verhältnis deutlich verschlechtert haben, als, nehme ich an, Jonson endlich aus dem Schatten des großen Kollegen treten wollte. Später muß es wohl zu einer Versöhnung gekommen sein. In den Komödien aus dieser Zeit nahm Jonson immer eine Figur, die eine Figur aus Shakespeare nachahmt. Etwa 1603 läßt er das wieder sein. 1605 schreibt er eine Komödie neu, die schon gedruckt war – „Every Man in his Humour“. Wenn man den Text in der ursprünglichen Fassung liest, dann merkt man, da ist Shakespeare dahinter, oder dabei, völlig eindeutig, und zwar stellen- oder passagenweise. Nicht dass er das geschrieben hat, aber wahrscheinlich korrigiert, redigiert, und dann kommt das Interessante: Jonson schreibt ein Stück, „Sejanus“, gibt das aber erst 1605 heraus, und er schreibt in seinem Vorwort, es sei bereits früher aufgeführt worden, da war aber ein großer Teil von einem anderen, von einem Genie, sagt er, und das hat er nun weggelassen. Er sagt: Ich will nur das hierhaben, was ich selber geschrieben habe, das ist vielleicht weniger gut, aber es ist meins. „Every Man in his Humour“ ist mit Sicherheit auch 1605 geändert worden. Und alle diese Stellen, die so vage nach Shakespeare klingen, sind gestrichen. Die Passagen, die er weggelassen hat, sind poetischer, flüssiger, musikalischer – klingen, oder riechen nach Shakespeare. Sind mit Sicherheit – nun, für „Sejanus“ kann man das nicht mehr feststellen, aber bei „Every Man in his Humour“ sieht man das sehr gut. 1601, im ersten Quarto, sind die Stellen drin, und 1605, nach de Veres Tod, ändert Jonson das.

Die Situation außerhalb der Institutionen, mit dem ständigen Zwang, nebenbei noch einen Brotberuf auszuüben, ist charakteristisch für wissenschaftliche Dissidenten in allen Fächern. Sehr oft wird dann im nachhinein festgestellt, dass die neue Erkenntnis von solchen Leuten in ein Wissensgebiet hineingetragen worden ist. Wie ist die Zukunft der Shakespeare-Forschung in dieser Hinsicht einzuschätzen? Es gibt ein wachsendes Bewußtsein, dass da etliches im argen liegt, was die Biografie Shakespeares anlangt. Ein Film wie „Shakespeare in Love“ trägt vielleicht unabsichtlich zu einer Verdeutlichung des Problems bei. Man ersinnt alles, das geht, weil man nichts weiß. Es wird deutlich, wie verblasst das Bild ist, das man sich von Shakespeare macht. Allerdings haben wir es mit einem Mythos zu tun, und das sollte man nicht unterschätzen.

Winston Churchill sagte in bezug auf diese Frage, „I don’t like to have my myths tampered with“. Und man wird als Oxfordianer nicht mehr unbedingt für verrückt erklärt. Das an sich ist schon ein gewaltiger Fortschritt.

Kann mann sich, einmal hypothetisch, noch einen Fund vorstellen, der die ganze Diskussion beendet, und zwar im Sinne der Stratfordianer? Ist es denkbar, dass die Stratford-Leute noch irgendetwas finden, was eine grundsätzliche Änderung herbeiführen könnte?

Da sieht es schlecht aus. Das müßte doch ein ganzes Manuskript sein, eine Handschrift, aber dann kommt man wieder zu dem Punkt, dass man seine Handschrift ja nicht kennt. Was man bisher immer festgestellt hat, ist seine große Abwesenheit. Wie soll man denn nun seine Anwesenheit feststellen? Wie soll man man erklären, dass man früher nichts gefunden hat, obwohl man so intensiv danach gesucht hat? – Oder man versucht, Shakespeare in Lancaster in den 1580er Jahren als Katholiken zu lokalisieren. Da wiederholt sich die Sache, man findet eine Menge Leute, nur ihn nicht. Da gibt es ja auch Spannungen im orthodoxen Lager, im Sinne der Totenmaske, die ja fast ins Kabarett gehört –

Es trifft für Stratfordianer und Oxfordianer gleichermaßen zu, dass sie keine einheitliche Gruppe darstellen. In bezug auf die Chronologie gibt es da die verschiedensten Meinungen, etwa jene, die die Autorschaft des Mannes aus Stratford nicht in Frage stellen, die aber sagen, der muß das viel früher geschrieben haben. Eric Sams zum Beispiel. Cairncross in den dreißiger Jahren, neuerdings auch der Macmillan. Das sind die Leute, die sagen, die Stücke müßten eigentlich früher geschrieben worden sein. Wofür aus oxfordianischer Sicht sehr vieles spricht, aufgrund der anderen Lebensdaten, 1550-1604. Umgekehrt: Wie stehen die Chancen für weitere Archiv-Funde in Sachen Oxford, angesichts der Tatsache, dass jetzt gerade ein Brief von ihm aus dem Jahr 1604 in Essex in einem lokalen Archiv aufgetaucht ist? Das wird sicher nicht so schnell gehen. Aber wenn mann an das Gedicht aus „Twelfth Night“ denkt, wo in der Handschrift von de Vere ein Stück Text aus Shakespeare vorliegt. Das liegt anscheinend in Belvoir Castle und ist nicht zugänglich. Ein amerikanischer Graphologe hat es, leider nur anhand einer Kopie, bestätigt, und es ist ebenfalls mit den anderen Handschriften verglichen worden und mann kann zu derAnsicht kommen, ja, das ist Oxfords Handschrift. Wenn man also zum Beispiel an dieses Archiv herankäme und dort systematisch suchen könnte, könnte man sicher neue Beweise irgendwelcher Art finden, vielleicht auch den endgültigen Beweis.

Harold Bloom hat gerade ein Buch von 1100 Seiten mit dem Titel „Shakespeare — die Erfindung des Menschlichen“ publiziert. Da stehen seitenweise so schöne Sätze drin wie „Shakespeare wird immerfort uns erklären, schließlich ist er es auch, der uns erfunden hat.“ Bloom hat viel gelesen, und er hat auch in diesem Buch einige schöne Feststellungen. Es sollte ein Beispiel für diese Menge an frei assoziierender Shakespeare-Betrachtung sein, mit der wir heutzutage zu tun haben.

Er hat schon tiefe Einsichten. dass Shakespeare uns erfunden hat, das nun nicht gerade.

Aber wir erfinden Shakespeare neu.

Das

Shakespeare Projekt

Dem Text liegt ein Gespräch mit Walter Klier und Robert Detobel zugrunde.

Link: http://www.laugwitz.de/shakespeare/Interview.htm

Interesse an der Mitarbeit am Shakespeare-Projekt? Dann sende bitte eine E-Mail an admin@thorstenramin.net.

Literaturliste

Will – Wunsch und Wirklichkeit: James Shapiros Contested Will

von: Robert Detobel (Taschenbuch)

1599: A Year in the Life of William Shakespeare

von: James Shapiro

Contested Will: Who Wrote Shakespeare?

von: James Shapiro

King John and Henry VIII (Rsc Shakespeare)

von: Jonathan Bate, Eric Rasmussen, William Shakespeare

Henry VI, Parts I, II and III (The RSC Shakespeare)

von: Jonathan Bate, Eric Rasmussen, William Shakespeare

Macbeth (The RSC Shakespeare)

von: William Shakespeare

Fortunatus im Unglück

von: Edward de Earl of Oxford Vere

Oxford oder der Mann, der Shakespeares Stücke schrieb: Roman1. Oktober 2002

von Hans Ch Kirsch und Christina Nagel

King Henry IV. Part 1: Pt. 1 (Arden Shakespeare)  von William Shakespeare