DAS GROSSE SPIEL – Katastrophe

Die Nachricht von dem erschreckenden Schicksal, das Sir Alexander Burnes und seinen beiden Gefährten widerfahren war, ganz zu schweigen von dreißig Sepoy-Wachen und Dienern, sandte eine Welle des Grauens durch die britische Garnison. Zunächst ging das Gerücht um, Burnes sei es gelungen zu entkommen und er sei irgendwo untergetaucht, doch diese Hoffnungen wurden bald zunichte gemacht. Der Mob, der durch das Versagen der Briten zum Handeln ermutigt wurde, wütete inzwischen weiter, entzündete Häuser, plünderte Läden und metzelte jeden nieder, der der Kollaboration mit den Briten verdächtig war. Hier und dort konnte man durch den Tumult und die gellenden Flammen warnende Schreie „Sie kommen … Sie kommen“ hören, denn die Aufständischen rechneten mit schneller und gewaltsamer Vergeltung. Tatsächlich erfuhr man später, dass die Rädelsführer ihre Pferde bereits gesattelt hatten um schnell fliehen zu können. Aber in den Unterkünften schwankten und überlegten Macnaghten und Elphinstone weiterhin und verschwendeten noch mehr wertvolle Zeit. Und das trotz Berichten, das mehrere andere Offiziere, unter anderem Mohan Lal, sich immer noch in der Hoffnung in der Altstadt versteckten, der Rache des Mobs zu entkommen.
Inzwischen war jedem klar geworden, sogar Macnaghten, dass dies etwas wesentlich ernsteres war als Pöbel außer Kontrolle. Gerüchte kamen auf, tausende Afghanen würden sich der Sache in dieser Stunde anschließen und das ähnliche Tumulte in den umgebenden Ländereien stattfänden. Auch erreichten Gerüchte britische Ohren, die behaupteten Shah Shujah selbst habe zu einem heiligen Krieg gegen die Briten aufgerufen. In der Folge wurden Briefe im Umlauf entdeckt, die sein Siegel trugen. Einige Zeit befürchtete man, dass sie echt waren und dass Shah Shujah mit denen, die ihn wieder auf den Thron gebracht hatten, ein doppeltes Spiel betrieb. Aber die Briefe stellten sich bei genauerer Betrachtung als Fälschungen heraus, die die Verschwörer absichtlich verteilt hatten. Tatsächlich erwies sich, dass Shah Shujahs eigene Lage nicht weniger prekär war als die seiner Förderer. Um ehrlich zu sein war er der Einzige, der versucht hatte Burnes und seine Gefährten zu retten, aber seine Truppen waren mies geführt worden. Anstatt die Stadt rasch zu umrunden um das Viertel, in dem Burnes Haus stand, zu erreichen, hatten sie versucht durch das überfüllte Zentrum mit seinen engen verschlungenen Gassen, ihre Waffen hinter sich her schleppend, vorzustoßen. Schon bald fanden sie sich in der Falle, der Gnade der Aufständischen, von denen viele bewaffnet und die weit mehr waren, ausgeliefert. Zweihundert von ihnen wurden getötet. Der Rest ließ die Waffen liegen und floh versprengt in die Sicherheit des Bala Hissar, ihren unziemlichen Rückzug gedeckt von der britischen Verstärkung.
Die erniedrigende Schlappe von Shujahs Truppen, die vermeintlich dazu da waren um ihn zu beschützen, stürzte den afghanischen Herrscher in „einen kläglichen Zustand des Trübsinns und der Sorge“, erzählt uns Kaye, um seine persönliche Sicherheit. Die Briten waren ebenso erschüttert von dieser unerwarteten Wendung der Geschehnisse. „Die unangenehme Wahrheit wurde uns aufgezwungen,“ berichtet ein Offizier in seinem Tagebuch, „dass wir in der 
gesamten afghanischen Nation mit keinem Freund rechnen konnten.“ Das Luxusleben, das die Garnison so lange genossen hatte, war jetzt eindeutig zu Ende. In einem halb fertigen Memorandum, das nach seinem Tod gefunden wurde, versucht Macnaghten sein Versagen im Erkennen des Aufstands zu begründen. „Man mag mich für schuldig befinden,“ schrieb er, „den aufziehenden Sturm nicht vorhergesehen zu haben. Darauf kann ich nur antworten, dass andere, die viel bessere Gelegenheiten hatten die Empfindungen der Leute zu beobachten, nicht ahnten was geschehen würde.“ Burnes und Pottinger, deren Warnungen er ignoriert hatte, erwähnte er nicht und gab Burnes, der jetzt bequemerweise tot war, die Schuld, ihn nicht vor der Gefahr gewarnt zu haben. Macnaghten behauptete Burnes haben ihm am Abend vor seiner Ermordung gratuliert, seinen neuen Posten zu einer Zeit „äußerster Ruhe“ anzutreten. Es war aber kein Geheimnis, dass Burnes kaum erwarten konnte seinen Chef gehen zu sehen und sehr unwahrscheinlich etwas gesagt haben würde, was seine Abreise und damit seine Übernahme des Postens von Macnaghten verzögert hätte.
Laut seinem Freund Mohan Lal hatte Burnes die Situation alles andere als ruhig beurteilt, auch wenn er in dieser Nacht sein persönliches Risiko gravierend unterschätzt hatte. Am Abend zuvor hatte er erklärt, dass „die Zeit nicht mehr fern ist, wenn wir das Land verlassen müssen.“ Der Kaschmiri nahm dies zum Anlass zu glauben, dass Burnes sich der verschärfenden Feindschaft der Afghanen gegenüber den Briten in ihrer Mitte absolut bewusst war. Er hätte sich jedoch genauso gut auf die neue Afghanistanpolitik, die gerade in London bekanntgegeben worden war, beziehen können. Denn im August dieses Jahres hatte eine Tory-Regierung unter Sir Robert Peel die Whig-Administration Melbournes abgelöst und unmittelbar zwingende Einsparungen umgesetzt. Truppen in Afghanistan zu stationieren kostete ein Vermögen und man war der Meinung, dass Shujah nun auf den eigenen Füßen stehen sollte, vor allem weil sich die russische Bedrohung aufgelöst zu haben schien. Darum wurde vorgeschlagen, dass während Shujahs eigene Truppen aufgebaut werden sollten, die britische Militärpräsenz in Afghanistan, wenn auch nicht die politische, schrittweise abgebaut werden sollte. Für den Anfang war Macnaghten angewiesen worden, die üppigen Zahlungen, die er an die Stämme, die die kritischen Pässe zwischen Kabul und Britisch-Indien beherrschten, geleistet hatte, einzustellen. Das sollte sich als fataler Zug entpuppen, denn waren diese bisher ruhig, so schlossen sie sich unter den Ersten dem Aufstand an.
In den Unterkünften bereiteten sich die Briten inzwischen auf eine Belagerung vor, statt sich gegen die schlecht bewaffneten und bis jetzt schlecht organisierten Rebellen herauszuwagen. Erst jetzt wurde sie sich der Torheit bewusst, dem Auszug aus dem Bala Hissar zugestimmt zu haben. Es stellte sich heraus, dass die Unterkünfte für die Verteidigung außerordentlich schlecht gelegen waren, da sie auf tiefem sumpfigem Untergrund gebaut und auf allen Seiten von Hügeln umgeben waren. Zudem waren sie von Obstgärten umgeben, die die Schusslinie und Sicht der V erteidiger versperrten, während die zahlreichen Bewässerungsgräben, die dieses Niemandsland zerteilten, den Angreifern exzellente Deckung boten. Eine Lehmmauer umgab die britische Stellung, aber die war an einigen Stellen nicht mehr als beckenhoch, was wenig Schutz vor Heckenschützen- oder Artilleriefeuer bot. Macnaghtens 
Ingenieure hatten ihn zur Zeit des Auszugs aus dem Bala Hissar darauf aufmerksam gemacht, aber im Gegensatz zur Mehrheit der Profis des Großen Spiels hatte er wenig bis gar keine militärische Erfahrung und war zuversichtlich, dass dieser Fall ohnehin nie einträte. Dadurch hatte er ihren Rat übergangen, mit dem Ergebnis, dass 4.500 britische und indische Einheiten und 12.000 Lagerzugehörige, einschließlich drei Dutzend britischer Ehefrauen, Kinder und Betreuer, sich belagert befanden, in etwas das Kaye als kaum besser als „Schafställe in der Steppe“ beschrieb.
Hätten Macnaghten und Elphinstone beim ersten Anzeichen von Ärger entschieden und schnell reagiert, hätten sie genug Zeit gehabt um mit der ganzen Garnison in den Bala Hissar mit seinen hohen schützenden Mauern zu ziehen. Doch sie zauderten weiterhin, bis es zu spät war um sich auf so ein riskantes Unterfangen einzulassen. Stattdessen suchte Macnaghten einen anderen Weg aus der gefährlichen Situation, in die sie alle durch seine Strategie gestürzt waren. Mit Hilfe des findigen Mohan Lal als Vermittler, machte er sich an den Versuch die Unterstützung der wichtigsten afghanischen Anführer zu kaufen um das Blatt gegen die rebellierenden Gruppen und Stämme zu wenden. Beträchtliche Mengen wurden großzügig verteilt oder versprochen (denn das meiste von Macnaghtens Kasse war jetzt in Händen des Mobs), doch es hatte sonderbar wenig Wirkung. „Es gab zu viele Mäuler zu stopfen, zu viele gegensätzliche Interessen zu schlichten,“ berichtet Kaye, „Insgesamt war die Bewegung zu dieser Zeit zu mächtig, um durch eine Ausstellung von Geldkörben abgestellt zu werden. Das Klingeln der Münzen konnte die Stimme des entrüsteten und wütenden Volks nicht ertränken.“ 
Da sich die Situation stündlich verschlimmerte, war offensichtlich etwas Drastischeres vonnöten. Es dauerte nicht lange, bis eine Lösung bevorstand, obwohl nicht klar ist, wessen Idee es war. Mohan Lal wurde ermächtigt demjenigen eine Belohnung von 10.000 Rupien anzubieten, dem es gelänge einen der Hauptrebellenfanführer zu töten. Die Anweisung wurde ihm zusammen mit einer Namensliste von Lieutenant John Conolly ausgehändigt, dem jüngeren Bruder von Arthur und politischen Nachwuchsoffizier in Macnaghtens Stab. Conolly befand sich zu dieser Zeit im Bala Hissar und diente dort als Verbindungsoffizier zum besorgten Shah Shujah. Wie überall wurde der Kontakt durch Laufboten aufrechterhalten, die man Cossids nannte und die ihr Leben beim Spießrutenlauf mit geheimen Berichten, die sie an sich verbargen, riskierten. Als er von dem Angebot des Blutgeldes hörte, erklärte Macnaghten, er sei von dieser durch und durch unbritischen List entsetzt. Aber mit Belohnungen, die für die Gefangennahme feindlicher Häuptlinge angeboten würden, wäre er sicherlich einverstanden gewesen und Kaye bezweifelt, ob Conolly „in einer Angelegenheit von derartiger Verantwortung“ allein gehandelt hätte, ohne ausdrückliche Genehmigung seines Chefs. Er schließt, dass Macnaghten nahezu sicher von dem Angebot des Blutgeldes wusste und dass er sich blind stellte, auch wenn er es eigentlich nicht genehmigte. Da Macnaghten und Conolly in Kürze beide umkommen werden, kommen wir der Wahrheit wahrscheinlich nicht mehr näher.
Zwei der Rebellenanführer, die beide ganz oben auf Conollys Liste standen, starben wirklich nicht lang darauf unter entschieden rätselhaften Umständen und sofort wurden Ansprüche auf die Belohnung erhoben. Einer kam von einer Person, die darauf bestand, einen der Männer persönlich erschossen zu haben, während der Andere darauf bestand, den zweiten im Schlaf erstickt zu haben. Mohan Lal war dennoch nicht überzeugt und das Geld wurde nie bezahlt. Der Kaschmiri argumentierte, er habe es auf die Köpfe der Männer ausgesetzt und das die Kläger diese nicht gebracht hätten. Wie sich zeigte, trug ihre Eliminierung wenig zur Erleichterung der Garnison bei. Die plötzliche Lücke in den Reihen der Rebellenführer schwächte weder ihre Entschlossenheit, noch spaltete sie sie. Denn gerade hatte sie Nachricht erreicht, dass Mohammed Akbar Khan, der bevorzugte Sohn Dost Mohammeds, auf seinem Weg von Turkestan hierher war, um persönlich das Kommando über den inzwischen ausgewachsenen Aufstand gegen die Briten und ihren Marionettenherrscher zu übernehmen. Der hitzige Kriegsfürst hatte geschworen Shujah zu stürzen, die Briten zu vertreiben und seinen Vater wieder auf den Thron zu setzen.
Inzwischen entwickelten sich die Dinge in den Unterkünften von schlecht zu schlimmer. Nachrichten vom Fall britischer Posten an die Rebellen gingen ein, mit beachtlichen V erlusten an Leben, einschließlich der Massakrierung eines kompletten Gurkha-Regiments1. Einige Offiziere waren getötet worden und andere verletzt, unter ihnen Major Eldred Pottinger, der Held von Herat. Der grausame afghanische Winter hatte viel eher als gewöhnlich begonnen und Nahrungsmittel, Wasser, Arznei und die Moral fingen an zu sinken. So scheint es auch mit dem Mut gewesen zu sein, denn der eine und einzige große Angriff auf die Rebellen war in einer erniedrigenden und teuren Niederlage geendet, die für die kopflose Flucht der Briten 
und Inder hinter ihre eigenen Linien sorgte. Kaye sollte es weiterhin „schmach- und verhängnisvoll“ nennen. Am 23. November passierte es, dass die Afghanen plötzlich zwei Kanonen auf die Spitze eines Hügels stellten, der die britische Stellung überragte, und anfingen das Lager darunter zu beschießen.
Sogar General Elphinstone, der bisher mehr Energie beim Zanken mit Macnaghten als beim Bekämpfen des Feindes verschwendet hatte, konnte diese Bedrohung nicht ignorieren. Er befahl einem nicht gerade begeisterten Brigadier sich mit einer Truppe Infanterie und Kavallerie heraus zu wagen. Nachdem er den Hügel erfolgreich erobert und die Kanonen zum Schweigen gebracht hatte, wandte der Brigadier seine Aufmerksamkeit dem vom Feind gehaltenen Dorf darunter zu. Von nun an liefen die Dinge schief. Es gab einen alten Stellungsbefehl, dass Kanonen immer zu zweit vorrücken, aber aus irgendeinem Grund, vielleicht um größere Mobilität zu erlangen, hatte der Brigadier nur einen 9-Pfünder mitgenommen. Zunächst hatten die Kartätschen eine verheerende Wirkung auf die Afghanen, die das Dorf besetzt hielten, gehabt, doch bald fing sie an zu überhitzen, was sie außer Kraft setzte als sie am meisten gebraucht wurde. Folglich wurde der Angriff auf das Dorf zurückgeschlagen. Inzwischen hatten die afghanischen Kommandeure ihren schwer bedrängten Kameraden ein riesiges Kontingent an Reitern und Fuß-Soldaten zu Hilfe geschickt. Als er die Gefahr erkannte, formierte der Brigadier seine Infanterie im Handumdrehen zu zwei Quadraten, die die Kavallerie zwischen sich ballten und wartete auf den feindlichen Angriff, zuversichtlich, dass die Taktik mit der die Schlacht von Waterloo gewonnen wurde, sich hier als genauso tödlich erweisen würde. Aber die Afghanen eröffneten, ihren Abstand wahrend, mit ihren langläufigen Arkebusen, oder Jezails, schweres Feuer auf die straff gepackten britischen Quadrate. Zum Missfallen der Männer des Brigadiers, die in ihren grellen tiefroten Uniformen leichte Ziele waren, reichten ihre kurzläufigen Musketen nicht an den Feind heran, ihre Ladungen fielen knapp vor dem Ziel zu Boden. Normalerweise hätte der Brigadier seine Artillerie auf die Afghanen und ein Blutbad in ihren Reihen anrichten können, woraufhin seine Kavallerie den Rest erledigt hätte. Aber, wie Kaye bemerkte, schien es als ob Gottes „Gottes Fluch auf diesen unglücklichen Leuten lag“, denn ihr 9-Pfünder war immer noch zu heiß um von den Kanonieren benutzt zu werden, ohne möglicherweise zu explodieren, derweil Männer zu Dutzenden den afghanischen Scharfschützen erlagen. Dann begann, zum Grauen derer, die der Schlacht von den Unterkünften weit darunter zuschauten, eine große Gruppe des Feindes entlang des Grabens in Richtung der ahnungslosen Briten zu kriechen. Einige Momente später brachen sie aus der Deckung und warfen sich mit wilden Schreien auf ihre Feinde, die prompt umkehrten und flohen. Verzweifelt versuchte der Brigadier seine Männer zu sammeln, legte eine bemerkenswerte Courage an den Tag als er dem Feind alleine entgegentrat, während er seinem Hornisten befahl das Haltesignal zu intonieren. Es klappte und stoppte Männer auf ihrem Weg. Die Offiziere re- formierten sich und ein Bajonettangriff mit Unterstützung der Kavallerie wendete das Blatt und zerstreute den Feind. Jetzt war der 9-Pfünder wieder einsatzfähig und die Afghanen wurden schließlich unter schweren Verlusten verjagt. Der britische Triumph war nicht von langer Dauer, denn die Afghanen sollten ihre Lektion schnell lernen. Sie richteten das Feuer ihrer Jezails auf die unglückseligen Kanoniere und machten es völlig unmöglich, den 9-Pfünder zu benutzen. Gleichzeitig, in sicherer Entfernung vor den britischen Musketen, ließen sie einen mörderischen Hagel auf die erschöpften Truppen niedergehen, deren Moral anfing zu zerbröseln. Das öffnete den Weg für eine Gruppe von Afghanen, die wiederum ungesehen einen Graben entlang krochen, unerwartet mit markerschütternden Schreien und langen blitzenden Messern auf sie sprangen, während ihre Kameraden weiter aus nahezu unsichtbaren Stellungen hinter den Felsen schossen. Das war zu viel für die britischen und indischen Truppen. Sie traten aus den Reihen und flohen zurück den Hügel hinunter, den ganzen Weg zu den Unterkünften und überließen die Verwundeten ihrem unvermeidlichen Schicksal.
„Die Schlappe der britischen Streitmacht war komplett.“ Schrieb Kaye, „In einem konfusen Haufen aus Infanterie und Kavallerie – europäische und einheimische Soldaten – flohen sie in die Mauern der Unterkünfte.“ Vergeblich versuchten General Elphinstone und seine Stabsoffiziere, die die Schlacht von den britischen Linien aus beobachtet hatten, sie zu sammeln und wieder gegen die Afghanen zu schicken. Ihnen waren der Mut und die Disziplin verloren gegangen, abgesehen von ihren 300 Kameraden. Wie Kaye es formulierte: „Sie hatten vergessen, dass sie britische Soldaten waren.“ Die vorstoßenden Afghanen und die fliehenden Briten waren so vermischt, dass die Lagerkanonen nicht mehr sicher abgeschossen werden konnten. Hätten die siegreichen Feinde ihre Verfolgung fortgesetzt, berichtet Kaye, wäre die gesamte Garnison
nahezu sicher niedergemetzelt worden. Doch wie durch ein Wunder hielten sie sich zurück, offenbar auf Befehl ihrer Kommandeure, und kurz darauf zerstreuten sie sich. „Sie schienen von ihrem eigenen Erfolg überrascht zu sein,“ berichtete ein junger Offizier, „und nachdem sie die Leichen auf dem Hügel fürchterlich verstümmelt hatten, zogen sie sich mit frohlockenden Schreien in die Stadt zurück.“

***

Am nächsten Tag boten die Afghanen, zum Erstaunen der Briten, eine Waffenruhe an. Mohammed Akbar Kahn hatte sich den Rebellen, unter großem Jubel, begleitet von 6.000 Kriegern, angeschlossen. Das erhöhte die afghanischen Kräfte auf etwa 30.000 Fuß-Soldaten und Kavalleristen, wodurch sie die britischen Truppen im Verhältnis sieben zu eins übertrafen. Zweifellos hätte Akbar, mit so einer erdrückenden Übermacht im Rücken, gern die gesamte britische Garnison zur Ader gelassen, um den Sturz seines Vaters zu rächen. Er wusste jedoch, dass er vorsichtig vorgehen musste, falls er ihn wieder auf den Thron bringen wollte, denn Dost Mohammed befand sich immer noch sicher in britischer Hand in Indien. Macnaghten seinerseits wurde gewahr, dass er mit den Afghanen verhandeln musste, wenn die Garnison vor Vernichtung und Verhungern bewahrt werden sollte. Doch bevor er zustimmte, verlangte er von Elphinstone eine schriftliche Erklärung, die die Lage, militärisch gesprochen, als aussichtslos beurteilte, bevor nicht Verstärkung, die laut Bericht auf ihrem Weg von Kandahar war, innerhalb weniger Tage einträfe. Denn, immer noch zuversichtlich seine Karriere retten zu können, war er entschlossen die Schuld an der Zwickmühle Elphinstones Untauglichkeit und der Feigheit seiner Truppen unterzuschieben. Der General unterstützte seine Wünsche gebührend, zusammen mit einer Empfehlung, mit den Afghanen zu verhandeln. Die lange Liste der Nöte der Garnison (die Macnaghten bereits bestens kannte) endete so: „Nachdem wir unsere Stellung über drei Wochen unter Belagerung gehalten haben, unter Mangel an Nahrung und Viehfutter, dem reduzierten Zustand unserer Truppen, der riesigen Zahl Verletzter und Kranker, der Schwierigkeit die offenen und schlecht plazierten Unterkünfte, die wir bewohnen, zu verteidigen, dem nahen Einbruch des Winters, unsere Kommunikationswege abgeschnitten und die gesamte Nation unter Waffen gegen uns, bin ich der Meinung, dass es nicht realisierbar ist, unsere Stellung in diesem Land länger zu halten.“ Elphinstones Bedrückung war durch zwei Nachrichten, die ihn gerade erreicht hatten, noch gewachsen. Die erste bestand darin, dass Akbar gedroht hatte, jeden Afghanen von dem man herausfand, dass er Essen an die Briten verkaufte oder lieferte, umgehend getötet würde. Die zweite, dass die erhoffte Rettungs-Expedition aus dem Süden durch schwere Schneefälle in den Pässen gezwungen war, umzukehren und nicht in der Lage war, Kabul in diesem Winter zu erreichen.
Bewaffnet mit der trüben Prognose des Generals, setzte sich Macnaghten hin um eine dringenden Bericht an Lord Auckland zu schreiben, in dem er ihre schlimme Situation beschrieb und die Verantwortung dafür kompromisslos dem Militär anlastete, dem er schlechte Führung und Feigheit vorwarf: „Unsere Vorräte werden in zwei oder drei Tagen aufgebraucht sein und die militärischen Verantwortlichen haben mir dringend zur Kapitulation geraten.“ schrieb er,
und fügte süffisant hinzu: „Das werde ich erst im letzten Moment tun.“ Er war immer noch überzeugt die Afghanen durch die Ausnutzung von Differenzen unter den Anführern, von denen er wusste, überlisten zu können. Als Antwort auf ihr Angebot eines Waffenstillstands lud er sie darum ein, eine Deputation zu schicken um die Bedingungen auszuhandeln. Während die V erhandlungen fortschritten, spielten sich außergewöhnlich Szenen in den britischen Reihen ab, als bis zu den Zähnen bewaffnete Scharen von Afghanen über die niedrigen Mauern schwärmten und anfingen sich mit den britischen und indischen Truppen zu verbrüdern. Viele hatten frisches Obst dabei, das sie denen aufdrängten, die sie nur Stunden zuvor zu töten versucht hatten. Zunächst befürchtete man, dass die Früchte irgendwie gespickt oder sogar vergiftet waren, doch sorgsame Untersuchung erwies diese Verdächtigungen als grundlos.
Für den Anfang forderten die afghanischen Unterhändler, dass Shah Shujah, der immer noch sicher hinter den massiven Wänden und Wällen des Bala Hissar war, ihnen ausgeliefert würde. Sie würden für sein Leben bürgen (obwohl man tuschelte, sie hätten vor ihm die Augen zu entfernen, damit er nie wieder eine Bedrohung sein könnte). Als Nächstes verlangten sie, dass alle britischen Truppen in Afghanistan, nachdem sie zuerst ihre Waffen abgegeben hätten, sofort nach Indien aufbrächen und dass ihnen gleichzeitig Dost Mohammed wiedergebracht würde. Und um sicher zu gehen, dass sie nicht hintergangen würden, beabsichtigten sie britische Offiziere und ihre Familien als Geißeln zu nehmen bis alle Truppen das Land verlassen hätten und Dost Mohammed wieder sicher in Kabul wäre. Überflüssig zu erwähnen, dass diese Forderungen für
Macnaghten absolut unakzeptabel waren. Euphorie und Verbrüderung kamen zu einem abrupten Ende als die Gespräche abgebrochen wurden und beide Seiten wütend schworen wieder ins Feld zu ziehen.
Doch das passierte nicht. Stattdessen wurde ein paar Tage später ein neues Treffen vereinbart, dieses Mal auf den Bänken des Kabul-Flusses, eine Meile von den Unterkünften. Akbar selbst führte die afghanische Delegation an, die aus den meisten führenden Anführern der Stämme bestand. Macnaghten brachte nun seine eigenen Vorschläge vor. „Mit Rücksicht darauf,“ begann er auf Persisch von einer vorbereiteten Erklärung abzulesen, „dass sich bei den vergangenen Geschehnissen gezeigt hat, dass der Verbleib der britischen Armee zur Unterstützung Shah Shujahs in Afghanistan die große Mehrheit der afghanischen Bevölkerung verärgert, wogegen die britische Regierung mit der Entsendung von Truppen in dieses Land kein anderes Ziel verfolgte als die Unversehrtheit, die Zufriedenheit und das Wohl der Afghanen, kann sie nicht wünschen zu bleiben, wenn dieses Ziel durch ihre Anwesenheit vereitelt wird.“ Darum würden sich die Briten mit all ihren Truppen zurückziehen, vorausgesetzt die Afghanen würden ihnen sichere Passage bis zur Grenze garantieren. Shah Shujah (der nicht konsultiert worden scheint) würde seinen Thron aufgeben und mit den Briten nach Indien zurückkehren. Akbar selbst würde sie zur Grenze begleiten und persönlich für ihre Sicherheit verantwortlich sein, während vier Offiziere, aber keine Familien, in Kabul als Geißeln zurückbleiben würden. Bei der sicheren Ankunft der britischen Garnison in Indien stände es Dost Mohammed frei, nach Kabul zu gehen und den britischen Offizieren nach Hause zurückzukehren. Schließlich sei zu hoffen, dass die
beiden Nationen trotz der jüngsten Vorkommnisse Freunde blieben und in Anerkennung der britischen Hilfe, falls sie sie jemals benötigen sollten, würden sie zustimmen, keine Allianz mit irgendeiner fremden Macht einzugehen.
Das war nicht ganz die Kapitulation nach der es aussah. Macnaghten, durch und durch ein Intrigant, pokerte noch ein letztes Mal. Er hatte von Mohan Lal erfahren, dass einige der mächtigeren Anführer die Rückkehr Dost Mohammeds, eines harten und gebieterischen Herrschers, insgeheim fürchteten und eigentlich den schwächeren, eher nachgiebigen Shujah bevorzugten. Noch hatten sie es so eilig wie Akbar, die Briten mit ihrer großzügigen Freigebigkeit gehen zu sehen. Nachdem sie Macnaghtens Vorschläge untereinander ausdiskutiert hatten, stimmten die Afghanen ihnen im Prinzip, scheinbar einhellig, zu. Sofort begannen Vorbereitungen für die Evakuierung der Garnison und der Umsetzung der anderen Teile der Abmachung, bevor der Winter dies unmöglich machte. Doch angesichts der Tatsache von Shujahs bevorstehender Abreise begannen diejenigen, die ängstlich vor Dost Mohammeds Rückkehr waren, es sich noch einmal zu überlegen, wie Macnaghten es erwartet hatte. Noch einmal mit Mohan Lal als Vermittler und mit verlockenden Versprechen baldigen Goldes, machte sich Macnaghten daran die Klüfte in den afghanischen Reihen zu erweitern. „Wenn irgendein Teil der Afghanen unsere Truppen im Land behalten möchte,“ verriet er seinem kaschirischen Agenten, „werde ich so frei sein, mein Versprechen zu gehen zu brechen, das in dem Glauben gemacht wurde, den Wünschen der afghanischen Nation zu entsprechen.“
Während der nächsten paar Tage war der unermüdliche Mohan Lal fiebrig damit beschäftigt Unfrieden unter den 
afghanischen Führern zu stiften und so viele wie möglich gegen Akbar aufzubringen. Macnaghten, schrieb Kaye, war sich bewusst, dass es keine wirkliche Einheit unter den Afghanen gab, eher befristete Allianzen, wo sie den jeweiligen Parteien passten. „Es ist nicht einfach,“ fügt Kaye hinzu, „die verschiedenen Vorhaben und Pläne in ein ersichtliches und verständliches Ganzes zu bringen, die die letzten Tage des Gesandten beanspruchten … Er scheint sich erst einer Gruppe, dann einer anderen zugewandt zu haben, eifrig jede neue Kombination ergreifend, die mehr zu versprechen schien als die letzte.“ Er musste auch nicht lange warten bis seine Strategie aufzugehen schien und Akbar und seine Anhänger sich unter starkem Druck von innen heraus befanden.
Am Abend des 22. Dezember sandte Akbar einen geheimen Unterhändler zu den britischen Linien um Macnaghten mitzuteilen, dass er einen komplett neuen Vorschlag für ihn hatte. Seine Bedingungen waren, gelinde ausgedrückt, verblüffend. Shah Shujah würde erlaubt auf dem Thron zu verbleiben, aber mit Akbar als seinem Wesir. Die Briten würden bis zum Frühling in Afghanistan bleiben, wonach sie aufbrächen als ob sie es selbst entschieden hätten, wodurch sie ihr Gesicht wahren würden. Zur gleichen Zeit würde die Person, von der man wusste, dass sie hinter der Ermordung von Sir Alexander Burnes steckte, zur Bestrafung an die Briten ausgeliefert werden. Im Gegenzug würde Akbar eine pauschale Summe von 300.000£ erhalten und eine Pension von 40.000£, neben der Hilfe gegen einige seiner Rivalen.
Offensichtlich, so erschien es Macnaghten, war Akbar von den Parteien zu diesem Kompromiss gezwungen worden, die er mit der Hilfe von Mohan Lal und des Versprechen 
britischen Goldes von Shujahs Sache überzeugt hatte. Macnaghten war siegestrunken. Er hatte die Briten vor einer Erniedrigung, die Garnison vor der Massakrierung, Shujah vor der Abdankung und seine eigene Karriere vor dem Ruin bewahrt. Ein Treffen wurde für den folgenden Morgen vereinbart, bei dem die beiden unter großer Geheimhaltung die Vereinbarung abschließen würden. In dieser Nacht kritzelte Macnaghten eine Notiz an Elphinstone, die besagte er habe einen Handel mit Akbar erreicht, der all ihren Ängsten ein Ende bereiten würde.

***

Am nächsten Tag machte sich Macnaghten in Begleitung dreier seiner politischen Offiziere auf den Weg zu dem Punkt, an dem er und Akbar sich treffen wollten. Zu Elphinstone, der gefragt hatte ob das nicht eine Falle sein könnte, antwortete er scharf: „Überlassen sie das alles mir. Ich verstehe die Dinge besser als Sie.“ Ähnliche Befürchtungen äußerte ein Offizier der auserwählt war mit ihm zu gehen, sowie von seiner Frau. Mohan Lal hatte ihn ebenfalls gewarnt, dass Akbar kein Mann war dem man trauen konnte. Aber Macnaghten, dem niemand einen Mangel an Mut vorwerfen konnte, weigerte sich darauf zu hören. „Verrat“, erklärte er, „gibt es natürlich.“ Erfolg würde ihnen jedoch ihre Ehre wiedergeben und die Gefahr mehr als aufwiegen. „Eher als blamiert zu werden,“ setzte er hinzu, „würde ich tausend Tode riskieren.
Akbar und seine Gruppe erwarteten sie auf einem schneebedeckten Abhang die den Kabul-Fluss überragte, 500 Meter von der süd-östlichen Ecke der Unterkünfte. „Friede sei mit euch!“ begrüßten die Afghanen die 
Engländer als sie heranritten. Diener hatten Pferdedecken auf dem Boden verteilt und nachdem sich beide Seiten aus dem Sattel gegrüßt hatten schlug Akbar vor, dass Macnaghten und seine Gefährten abstiegen und sich setzten. Captain Kenneth Mackenzie, einer der Offiziere, schrieb später: “Männer reden von Vorahnung. Ich vermute etwas Ähnliches ergriff mich, denn ich konnte mich kaum überwinden mein Pferd zu verlassen. Ich tat es dennoch und man lud mich ein, mich zu den Sirdaren2 zu setzen.“ Als alle saßen und schwiegen, wandte sich Akbar mit einem Lächeln an Macnaghten und fragte ihn, ob er mit dem Vorschlag, den er ihm am vorherigen Abend gemacht hatte, einverstanden war. „Warum nicht?“ antwortete Macnaghten. Diese beiden kurzen Worte sollten sein und auch das der gesamten britischen Garnison besiegeln.
Was Macnaghten nicht wusste war, dass Akbar von seinem doppelten Spiel erfahren und entschieden hatte, es zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen. Er warnte die anderen Anführer vor Macnaghtens Bereitschaft sie auszuschließen und sich hinter ihrem Rücken auf einen geheimen Handel einzulassen. Und nun – denn es scheint, einige von ihnen waren anwesend – hatten sie den Verrat des Engländers mit ihren eigenen Ohren gehört. Akbar hatte nie die Absicht einen der beiden, die Briten oder Shujah, bleiben zu lassen. Sein Angebot diente nur dazu, Macnaghten zu ertappen und die Loyalität derer wiederzugewinnen, die Macnaghten gegen ihn zu wenden versuchte. Er hatte Verrat nur mit Verrat beantwortet und vollen Erfolg gehabt.
Weiterhin ahnungslos erkundigte sich Macnaghten, wer einige der anwesenden Fremden seien. Akbar riet ihm, nicht beunruhigt zu sein, ergänzte dann: „Wir sind alle 
eingeweiht.“ Laut Captain Mackenzie hatte er das kaum geäußert, als er seine Männer anschrie: „Begeer! Begeer!“, heißt „Ergreift sie! Ergreift sie!“ Sofort fanden sich Mackenzie und seine beiden Kollegen von hinten ergriffen, während Akbar selbst zusammen mit einem anderen Anführer Macnaghten hielt. Mackenzie erinnert sich, dass auf Akbars Gesicht ein Ausdruck „diabolischster Wildheit“ war. Als Macnaghten den Berg hinunter außer Sicht geschleppt wurde, erhaschte Mackenzie auch einen kurzen Blick in sein Gesicht. „Es war“ schrieb er danach, „voller Schrecken und Erstaunen.“ Er hörte ihn auch brüllen: „Az barae Khooda“, was heißt „Um Gottes Willen!“ Seine unmittelbare Sorge war jedoch sein eigenes Schicksal, denn einige der fanatischeren Afghanen forderten sein und das Blut seiner beiden Offiziersfreunde. Aber Akbar hatte scheinbar befohlen, sie lebend zu ergreifen. Ihrer Waffen entledigt wurden sie unter Waffengewalt angewiesen die Pferde dreier seiner Männer zu besteigen und hinter ihnen im Sattel zu reiten. Dann wurden sie, hitzig von denen verfolgt, die sie immer noch töten wollten, schleunigst in die Sicherheit eines nahe gelegenen Forts gebracht, wo man sie in eine dunkle Zelle warf. Unglücklicherweise fiel einer von ihnen, Captain Trevor, vom Pferd oder wurde heruntergezogen und brutal im Schnee zu Tode zerhackt.
Wie genau Macnaghten zu Tode kam wird man nie wissen. Neben seinen Mördern gab es keine Zeugen für das was mit ihm passierte, nachdem er stolpernd den Berg hinuntergezogen wurde. Akbar selbst schwor später, er habe vorgehabt den Engländer als Geißel für die sichere Rückkehr seines Vaters zu nehmen, doch der Gefangene habe so wild gekämpft, dass sie gezwungen waren ihn zu töten, damit er sich nicht befreite und zu den britischen Linien entkam. Eine andere Version erzählt jedoch, Akbar habe ihn in wilder Wut mit einem Paar verzierter Pistolen erschossen, die ihm Macnaghten zuvor geschenkt und ihm sogar gezeigte hatte, wie man sie lädt, weil er ihn persönlich am Sturz seines Vaters beschuldigte,.
Inzwischen hatten die Ausgucke in den Unterkünften als sie merkten, dass etwas nicht stimmte, Elphinstone benachrichtigt. Doch noch einmal sorgten Verwirrung und offene Feigheit dafür, dass kein Finger gerührt wurde um Macnaghten und seine Begleiter zu retten, obwohl sie weniger als eine halbe Meile von den Quartieren entfernt waren. Macnaghten hatte Elphinstone geraten einige Truppen aufzustellen, für den Fall das irgend etwas schief lief, doch sogar das schaffte der nicht. Die Entschuldigung dafür war, dass man dachte, Macnaghten und seine drei Offizierskollegen seien mit Akbar davongeritten um den Handel woanders abzuschließen. Erst als sie später nicht zurückkamen, wurde die schreckliche Wahrheit bekannt. Diese Nacht erreichten die entsetzte Garnison Berichte, man könne Macnaghtens Körper ohne Kopf, Arme und Beine an einem Pfosten auf dem Basar aufgehängt sehen, während seine blutverschmierten Gliedmaßen im Sieg durch die Stadt gereicht wurden.

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