Krisenherd im hohen Pamir

Das komplette 34.ste Kapitel aus Das Große Spiel von Peter Hopkirk, in dem im Pamir-Gebirge Russen auf Briten treffen, Kosaken gegen Ghurkas kämpfen, Chitral und Gilgit erobert werden, eine Armee an Pässen und in Steilwänden gegen die Räuber von Hunza kämpfen, Younghusband vs. Yanov, eine Geschichte des Leinster-Regiments im Rahmen britischer Militärgeschichte, bei Interesse an mehr bitte eine Email an admin@thorstenramin.net und …

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Wie ein tschechischer Superspion die CIA infiltrierte

Karel Koecher, der einzige ausländische Agent, der in der CIA aufgetaucht ist, beschreibt die echte Agentenbrücke – und das perfekte Doppelte Spiel

Benjamin Cunningham

30. Juni 2016

In einer kalten Februarnacht 1986 wurde die Glienicker Brücke von Berlin zum Schauplatz des letzten Gefangenenaustauschs des Kalten Krieges – einer spektakulären Auslieferung eines sowjetischen Dissidenten und Karel Koecher, dem einzigen ausländischen Agenten, von dem man weiß, dass er die CIA unterwanderte.

Koecher war tschechischer Staatsbürger, der seit 21 Jahren verdeckt in den USA lebte. Abwechselnd unter den Tarnnamen Rino, Turian und Pedro war er 1965 nach Amerika gezogen um als Maulwurf in der CIA Fuß zu fassen. Koechers zuständiger Offizier beim KGB, Oberst Alexander Sokolow, nannte ihn später einen Superspion.

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Der Schrecken, der Schrecken

Gary Saul Morson

 

AUSGABE 08. Februar 2018

Am 17. Januar 1940 bestätigte Stalin die Urteile von 346 bekannten Menschen, mitunter des Dramaturgen Wsewolod Meyerhold, des einstigen Chefs (der Geheimpolizei) Nikolai Jeschow und des Schriftstellers Isaak Babel. Alle wurden erschossen. Babel wurde am 15.Mai 1939 verhaftet, mitten in der Nacht, und er, so wird erzählt, bemerkte zu einem Offizier: „Also, schätze ich mal, Sie bekommen nicht viel Schlaf, oder?“

Makaber war Babels Markenzeichen. Am bekanntesten ist sein Kurzgeschichtenzyklus Reiterarmee (Rote Kavallerie), eine fiktionalisierte Erzählung seiner Erfahrungen als bolschewistischer Kriegskorrespondent mit einem Kosakenregiment während der sowjetischen Invasion von Polen 1920. Lionel Trilling, der Babel in die englischsprachige Welt einführte, erkannte diese Geschichten als Meisterwerke der Sowjetliteratur.

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Bitcoinmanie

Als ich im Oktober 2017 zum ersten Mal virtuelles Geld kaufte, wurden Bitcoins, die Kryptowährung, von der jeder bereits gehört hat, zu 5 919,20 $ gehandelt. Einen Monat später, als ich anfing dies zu schreiben, verkaufte sich ein Coin für 2 000$ mehr. „Coin“ ist eine Metapher. Eine Kryptowährung wie der Bitcoin ist rein digital: Es ist ein Codeblock – eine Reihe von Nummern und Buchstaben – der Verschlüsselungstechnik und ein dezentralisiertes Computernetzwerk verwendet, um Geschäfte abzuwickeln und neue Einheiten zu generieren. Sein Wert entstammt vollständig der Wahrnehmung der Leute von seinem Wert. Das Gleiche kann man von Papiergeld sagen, das jetzt von Gold und Silber losgelöst ist, oder, in diesem Fall, ohne Gold und Silber auskommen muss. Geld ist eine menschliche Erfindung. Es besitzt einen Wert weil wir es sagen.

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LENIN UND SULTAN GALIEV – DER KAMPF UM DEN ISLAM WÄHREND DER BOLSCHEWISTISCHEN REVOLUTION

Ahmed Rashid

Dawn, 13.11.2017

Stell dir vor Wladimir Lenin hätte muslimische Kameraden angeworben, für das Zentralkomitee der Bolschewistischen Partei während der Russischen Revolution von 1917, wie anders die Geschichte der Sowjetunion und sogar der Welt verlaufen wäre. Heute würden Muslime über das Pro und Contra des Marxismus in allen Abstufungen streiten statt extremistische Auslegungen des Dschihad und der Scharia zu debattieren.

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Iran gibt sich zuversichtlich mit feindlich gesinnten USA fertig zu werden

Ahmed Rashid

Financial Times, The Exchange 9. November 2017

Ein glühender Nationalismus erfasst einen zunehmend zuversichtlichen Iran, während sein Paramilitär weitere Erfolge in der Arabischen Welt und der weiteren Region verbucht. Gleichzeitig wird das Land zügig modernisiert und zieht ausländische Investitionen an, trotz Donald Trumps Bemühungen seine Ziele einzudämmen.

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Großbritanniens klandestine Kriege

von Ian Cobain

The Guardian, Donnerstag 8. September 2016

In den Monaten nach der Kapitulation Japans am 14. August 1945 waren die Briten bereit zu glauben, dass der Krieg hinter ihnen lag. Die Zeitungen waren voller Berichte über die Autonomie Indiens und Hafenarbeiter, die in London streikten, in Liverpool und Hull. Es ist fraglich wieviele Leser des Manchester Guardian ihn sahen, geschweige denn lasen, einen kurzen Absatz, der auf dem Fuß von Seite sechs versteckt war, eingebettet zwischen einem Leserbrief über die Kriegsverbrechensprozesse von Nürnberg und einem Leitartikel über die Gründung der Vereinten Nationen.

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Krieg gegen alle

Lindsey Hilsum

AUSGABE 23.NOVEMBER 2017

In der arabischen Mythologie entsteigt der Al-Sada-Vogel, auch Todeseule (genannt), dem Körper eines ermordeten Mannes und kreischt, bis jemand Rache nimmt. „Heute schreien zweifellos zehntausende Al-Sada-Vögel nach Rache, überall am syrischen Himmel.“ schreibt Yassin al-Haj Saleh in „Die Bestimmung der Syrischen Revolution“, einem von zehn Essays in seiner Sammlung Die Unmögliche Revolution. Extreme Gewalt, einschließlich der Einkerkerung und Folterung von Jugendlichen, waren Kennzeichen der Antwort des syrischen Regimes auf die Straßenproteste, die 2011 entbrannten. Als der Aufstand zu einem Bürgerkrieg wurde, sperrten die Rebellen ihre Feinde ebenso ein, wobei sie Methoden der Misshandlung und des Tötens übernahmen, die sie in den Gefängnissen des Regimes kennengelernt hatten. Böse Geister, oder Dschinns, schwebten in der Luft. Fast eine halbe Million Syrer sollen ihr Leben in sechs Jahren Kampf verloren haben.

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Die kulturelle Achse

Robert O. Paxton

Ausgabe 26. OKTOBER 26, 2017

Wenn ich das Wort ‚Kultur‘ höre, greife ich nach meinem Revolver.“ Diese spießige Bemerkung wird häufig Luftwaffenchef Hermann Goering zugeordnet, oder einer anderen Nazigröße. Benjamin Martin führt uns direkt zur Quelle: Das Stück von 1933 Schlageter von Mitglied der Nazipartei Hanns Johst, in dem eine Figur sagt: „Wenn ich das Wort ‚Kultur‘ höre, entsichere ich meine Browning.“

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Die chinesische Weltordnung

Andrew J. Nathan

NYRB AUSGABE 12. Oktober 2017

Vor zehn Jahren veröffentlichte der Journalist James Mann ein Buch namens China Morgana, in dem er amerikanische politische Entscheidungsträger für etwas kritisierte, das er „die Beschwichtigungstaktik zur Rechtfertigung der Politik diplomatischer und geschäftlicher Bindung an China nannte. Aus dieser Sicht würde Chinas Beteiligung an den Vorteilen der Globalisierung das Land dazu bringen, demokratische Institutionen einzuführen und Amerikas Führung an der Spitze der Weltordnung anzuerkennen. Vielmehr, sagte Mann voraus, würde China ein autoritäres Land bleiben und sein Erfolg würde andere autoritäre Regime ermutigen, dem Druck sich zu verändern zu widerstehen.

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